30/07/10
Zwei Filme sind fertig: Unter Verdacht - Laufen und Schießen (Regie Ed Herzog) wird vermutlich bereits dieses Jahr im ARTE-Programm ausgestrahlt und nächstes Jahr im ZDF, der Rostocker Polizeiruf 110 - Alles oder Nichts (Regie Christian von Castelberg) wird 2011 in der ARD zu sehen sein - inklusive des grünen Hemds von Kran Schütte.
26/05/10
Seit Mittwoch laufen im Stadtgebiet wieder die Kameras. Derzeit wird die vierte Folge vom Rostocker „Polizeiruf 110“ gedreht. - Rostock (OZ) - Ein ohrenbetäubender Knall schallt über den Universitätsplatz mitten in der Rostocker Innenstadt. Passanten zucken zusammen, schauen sich irritiert um. Männer laufen mit Funkgeräten hektisch umher, dirigieren unsichtbare Kollegen. Ein kleiner blonder Mann mit Sonnenbrille und einem Revolver am Gürtel lässt sich von dem Lärm nicht stören, steht lässig rauchend an einem der Bauzäune, lässt sich Kaffee in einem Pappbecher reichen. „Pöschel“ heißt er, aber nur wenn die Kamera läuft.
Seit Mittwoch drehen Andreas Guenther und Schauspielkollegen Charly Hübner und Anneke Kim Sarnau wieder in Rostock — für den vierten „Polizeiruf 110“ aus der Hansestadt. Der dritte Teil soll noch in diesem Sommer gedreht werden. Doch bis dahin wird nun erstmal insgesamt vier Wochen lang die Klappe in Rostock fallen.
Auf die Ausstrahlung des „Polizeiruf 110“ müssen Krimifans jedoch noch eine ganze Weile warten. Erst im kommenden Jahr soll die Folge „Alles oder nichts“ nach einem Buch von Wolfgang Stauch im Ersten über die Fernseher flimmern. Spannend aber wird es wieder werden. Das konnte Schauspielerin Anneke Kim Sarnau alias Katrin König am Donnerstag schon verraten. „Soft wird der nicht“, sagt sie lachend, während die Maskenbildnerin ihr auf der Straße vorm Barocksaal noch einmal Puder auf die Stirn pinselt. „Wir müssen jetzt einen Erpresser finden“, sagt sie nur kurz und verabschiedet sich augenzwinkernd.
Das Ermittlerduo Katrin König (Anneke Kim Sarnau) und Alexander Bukow (Charly Hübner) taucht diesmal in das Milieu von Müll- und Schrottsammlern ein, nachdem die Leiche eines Rentners im Kofferraum eines Schrottautos gefunden wird. Was zunächst nach dem Mord an einem Obdachlosen aussieht, entpuppt sich schon bald als Erpressungsfall im Zusammenhang mit illegalen Sondermüllentsorgungen.
Seit Mittwoch drehen Andreas Guenther und Schauspielkollegen Charly Hübner und Anneke Kim Sarnau wieder in Rostock — für den vierten „Polizeiruf 110“ aus der Hansestadt. Der dritte Teil soll noch in diesem Sommer gedreht werden. Doch bis dahin wird nun erstmal insgesamt vier Wochen lang die Klappe in Rostock fallen.
Auf die Ausstrahlung des „Polizeiruf 110“ müssen Krimifans jedoch noch eine ganze Weile warten. Erst im kommenden Jahr soll die Folge „Alles oder nichts“ nach einem Buch von Wolfgang Stauch im Ersten über die Fernseher flimmern. Spannend aber wird es wieder werden. Das konnte Schauspielerin Anneke Kim Sarnau alias Katrin König am Donnerstag schon verraten. „Soft wird der nicht“, sagt sie lachend, während die Maskenbildnerin ihr auf der Straße vorm Barocksaal noch einmal Puder auf die Stirn pinselt. „Wir müssen jetzt einen Erpresser finden“, sagt sie nur kurz und verabschiedet sich augenzwinkernd.
Das Ermittlerduo Katrin König (Anneke Kim Sarnau) und Alexander Bukow (Charly Hübner) taucht diesmal in das Milieu von Müll- und Schrottsammlern ein, nachdem die Leiche eines Rentners im Kofferraum eines Schrottautos gefunden wird. Was zunächst nach dem Mord an einem Obdachlosen aussieht, entpuppt sich schon bald als Erpressungsfall im Zusammenhang mit illegalen Sondermüllentsorgungen.
Charly Hübner wartet am Rostocker "Porno-Brunnen" auf seinen Einsatz als Hauptkomissar Alexander Bukow.
„Probe! Achtung!“, ruft Matthias Fritz, Set-Aufnahmeleiter laut über den Platz. Charly Hübner, diesmal mit schwarz gefärbten Haaren, dunkler Freizeitjacke und Jeans mit Farbtupfen, verabschiedet sich winkend von einem kleinen Mädchen im rosa Regenmäntelchen. Die Haare werden noch einmal schnell zurecht gezupft. Passanten werden gebeten, „einen kleinen Moment“ zu warten und ruhig zu sein. Das Drehteam sperrt vorübergehend die Straße. Kamera, Mikrofon und Licht gehen in Position. Die Ermittler knallen energisch die Kofferraumklappe eines Mercedes zu, eilen auf den Uniplatz. Die Einstellung dauert kaum eine Minute. Dann wird wiederholt bis alles perfekt ist.
Ein bisschen aufwändiger wird die nächste Einstellung. Hier müssen viele Statisten koordiniert werden. „Auf mein Zeichen spaziert ihr alle langsam los“, lautet die Anweisung. Charly Hübner lümmelt auf einer Bank und genießt das Wasserspiel im Brunnen der Lebensfreude. Dann plötzlich — ein Knall, am Set erzeugt von einer Leichtathletik-Startklappe. Alle Beteiligten rennen laut kreischend durcheinander — flüchten. Charly Hübner alias Kommissar Bukow springt auf, seine Kollegin König (Sarnau), die ein paar Meter weiter am Barocksaal steht, zuckt ebenfalls zusammen, greift nach ihrer Film-Dienstwaffe, rennt zum Schwaanschen Tor, wo Hübner ebenfalls — jetzt betont unauffällig schlendernd — eintrifft. „Danke, alles zurück auf Anfang“, schallt es über den Platz und auch diese Einstellung wird noch einige Male aus verschiedenen Perspektiven wiederholt.
Der neue „Polizeiruf 110“ aus Rostock war im Ersten gestartet. 8,3 Millionen Zuschauer verfolgten den ersten Fall von Profilerin Katrin König und Hauptkommissar Alexander Bukow — mehr als sieben Millionen sahen den zweiten Teil.
Neben Anneke Kim Sarnau und Charly Hübner spielen Andreas Guenther (Pöschel), Josef Heynert (Thiesler), Ursina Lardi (Nathalie Schieke), Jan Peter Heyne (Kran Schütte) und Christine Schorn (Margit Schütte). Regie führt Christian von Castelberg.
Foto: Ostsee Zeitung. Text: BIANCA HANNIG und OVE ARSCHOLL, Ostsee Zeitung
Produzentin des neuen "Polizeiruf 110: Alles oder nichts" ist Iris Kiefer (filmpool Film- und Fernsehproduktion GmbH); Producerin ist Ilka Förster. Kamera: Martin Farkas; Ton: Thorsten Schröder. Die Redaktion im NDR hat Daniela Mussgiller. Das Erste zeigt den Film im kommenden Jahr. Quelle: NDR/ots

Viele Menschen machen einen Film. Dabei sind längst nicht alle Menschen auf obiger Fotografie abgebildet, wohl aber die meisten, die am "Polizeiruf 110 - Alles oder nichts" beteiligt waren.
Ein bisschen aufwändiger wird die nächste Einstellung. Hier müssen viele Statisten koordiniert werden. „Auf mein Zeichen spaziert ihr alle langsam los“, lautet die Anweisung. Charly Hübner lümmelt auf einer Bank und genießt das Wasserspiel im Brunnen der Lebensfreude. Dann plötzlich — ein Knall, am Set erzeugt von einer Leichtathletik-Startklappe. Alle Beteiligten rennen laut kreischend durcheinander — flüchten. Charly Hübner alias Kommissar Bukow springt auf, seine Kollegin König (Sarnau), die ein paar Meter weiter am Barocksaal steht, zuckt ebenfalls zusammen, greift nach ihrer Film-Dienstwaffe, rennt zum Schwaanschen Tor, wo Hübner ebenfalls — jetzt betont unauffällig schlendernd — eintrifft. „Danke, alles zurück auf Anfang“, schallt es über den Platz und auch diese Einstellung wird noch einige Male aus verschiedenen Perspektiven wiederholt.
Der neue „Polizeiruf 110“ aus Rostock war im Ersten gestartet. 8,3 Millionen Zuschauer verfolgten den ersten Fall von Profilerin Katrin König und Hauptkommissar Alexander Bukow — mehr als sieben Millionen sahen den zweiten Teil.
Neben Anneke Kim Sarnau und Charly Hübner spielen Andreas Guenther (Pöschel), Josef Heynert (Thiesler), Ursina Lardi (Nathalie Schieke), Jan Peter Heyne (Kran Schütte) und Christine Schorn (Margit Schütte). Regie führt Christian von Castelberg.
Produzentin des neuen "Polizeiruf 110: Alles oder nichts" ist Iris Kiefer (filmpool Film- und Fernsehproduktion GmbH); Producerin ist Ilka Förster. Kamera: Martin Farkas; Ton: Thorsten Schröder. Die Redaktion im NDR hat Daniela Mussgiller. Das Erste zeigt den Film im kommenden Jahr. Quelle: NDR/ots
17/03/10
Neue Stoffe: Christian von Castelberg wird bei Wolfgang Stauchs Polizeiruf 110 Rostock Regie führen - die Episode Die Füchse spielt im Milieu derer, die sich durch Einsammeln von Müll in verschiedensten Formen (Pfandflaschen oder auch die alte Trompete von Louis Armstrong) und dessen Wiederverkauf ein Zubrot verdienen. Drehstart ist der 26. Mai. (Redaktion Daniela Mussgiller, NDR, Produktion filmpool Iris Kiefer und Ilka Förster.)
Beim Wunder von Wolbeck ermitteln Thiel und Boerne auf dem Bauernhof eines wunderlichen Heilpraktikers in der Nähe von Münster. Der Tatort für den WDR soll im Frühjahr nächsten Jahres realisiert werden. (Redaktion Anke Krause & Lucia Keuter, Produktion filmpool Iris Kiefer und Katrin Kuhn.)
Eine saubere Familie ist im südwestdeutschen Kleinstadtmilieu angesiedelt - ist Wirtschaftskrimi und Familiendrama zugleich. Auch diesen Film produziert filmpool (Martin Hoffmann & Hermann Kirchmann) für das ZDF (Redaktion Reinhold Elschot & Pit Rampelt), geplant ist die Umsetzung ebenfalls für das Frühjahr 2011 - unter der Regie von Peter Keglevic.
17/12/09
Klarer Tagessieg: Quoten sind nicht alles, aber manchmal auch höchst erfreulich: Marie Brand und das mörderische Vergessen ließ die Konkurrenz am Mittwochabend um fast zwei Millionen Zuschauer hinter sich und schaffte mit 6,11 Millionen Menschen vor den Fernsehern und einem Marktanteil von 19,4 % den unangefochtenen Tagessieg.
26/12/09
Erstsendung: Am 16.12. zeigt das ZDF Marie Brand und das mörderische Vergessen mit den beiden ungleichen Ermittlern Mariele Millowitsch und Hinnerk Schönemann - und mit Ulrich Noethen in der Episodenhauptrolle. Regie führte Florian Kern, hinter der Kamera stand Bernd Fischer. Produziert hat Colognefilm - Micha Terjung und Iris Wolfinger - die Redaktion lag bei Klaus Bassiner und Wolfgang Feindt. "Einschalten bitte nicht vergessen!", meint TV-Spielfilm dazu - das Thema des Films ist Demenz und die eine oder andere Verzweiflungstat, um etwas aufzuhalten, was nicht mehr aufzuhalten ist.
TRAILER: MARIE BRAND UND DAS MÖRDERISCHE VERGESSEN (auf ZDF.de)
(http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/910094)

Esther Zimmering gibt den Kommissaren Millowitsch und Schönemann Auskunft. / Foto ZDF

ZDF, 16.12.2009, 20:15 Uhr
Millowitsch & Schönemann: verspielt, viel Köln-Flair & wunderbare Drehbuchideen
Ein Gerichtsmediziner gut gelaunt bei der Arbeit. Das Skalpell blitzt, der Kaffee dampft verdächtig. Wenig später gibt es zwei Tote im Obduktionssaal. Jener Dr. Bergengruen scheint den morgendlichen Kaffee nicht vertragen zu haben. Nicola May, seine Sekretärin tritt daraufhin den schnellstmöglichen Fluchtweg an, wird aber von Kommissar Simmel gestellt. Der spielt den psychologischen Betreuer und landet mit der etwas schusseligen Assistentin im Bett, derweil sich Marie Brand um ihren Ehemann sorgt: der stellt das Geschirr in den Kühlschrank und vergisst auch sonst so einiges. Da ist es gut, dass sie bei ihren Ermittlungen auf den Demenz-Spezialisten Dr. Jacobsen trifft. Der hat Geheimnisse und eine Frau, die den Toten geliebt hat. Ein 100%iges Mordmotiv also. Doch es gibt eine weitere Spur: Der Ermordete war Alkoholiker und Gutachter für die Staatsanwaltschaft. Gab es vielleicht Fehlgutachten?
Die vor einem Jahr gestartete ZDF-Reihe um das Kombinationsgenie Marie Brand und ihren Sonnenbrillen-Cop Simmel (was im Zusammenhang mit dem Bild, das Hinnerk Schönemann abgibt, verdächtig nach Simpel klingt) erfindet den TV-Krimi nicht neu, gewinnt aber deutlich an Klasse, je besser man die deutsche Krimi-Landschaft kennt. „Marie Brand und…“ bereichert das Genre mit einer unspektakulären und zugleich ungewöhnlichen Tonart. Der vierte Film der Reihe ist linear erzählt, ohne ästhetische Raffinessen, dafür flüssig mit viel Kölner Atmo inszeniert. Autor Wolfgang Stauch und Regisseur Florian Kern betonen weniger die Genre-Spannung, sondern setzen auf das spielerische Miteinander von Figur und Schauspieler, von kleinen, wunderbaren Buchideen und dem Alltagsrhythmus des Ermittelns.
In „Marie Brand und das mörderische Vergessen“ wird die Dramaturgie des Und-dann-und-dann immer wieder aufgebrochen durch beiläufige und umso nachhaltigere Szenen: die alte Frau, die alles, was in ihrem Leben passiert, aufschreibt, weil sie es sofort vergisst oder der demenzkranke Mann, der seine Frau sucht oder sich von den Russen verfolgt fühlt. Auch der Showdown lebt von einem klugen Schachzug mit Blick auf die ZDF-Klientel: so wird die obligatorische Fall(er)klärung aufgelöst in eine Szene voller Action.
Wo andere Krimis mit der Brechstange Sozialkritik verabreichen, geht Marie Brand zur Befragung kurz entschlossen mit dem Chefarzt in den OP. Das mag ein Gag sein, sagt aber nebenbei auch etwas über unser Gesundheitswesen aus. Mariele Millowitsch hat – gerade unter Fernsehkritikern – sicher nicht nur Freunde, aber wie bei ihr Rolle und privates Image zusammengehen, das muss ein Traum sein für jeden, der serielles Fernsehen für die 50+-Generation macht. Und auch Hinnerk Schönemann als Cop (diese Körperhaltung!) ist – vor allem bei den Jungen – eine sichere Bank: Gedämpft darf er dort weiter machen, wo er in „Dr. Psycho“ aufgehört hat.
Rainer Tittelbach auf www.tittelbach.tv
Wolfgang Stauch (Buch) und Florian Kern (Regie) erzählen die Geschichte nicht ganz so unkonventionell wie ihre Vorgänger, aber keineswegs weniger spannend. Nicht recht gelungen ist allein die obligate falsche Fährte, aber auch nur, weil sie als solche durchschaubar ist; die Idee hingegen, dass sich einer der Verdächtigen (Florian Panzner), der seinen Gefängnisaufenthalt einem Gutachten des Pathologen verdankt, ein hieb- und stichfestes Alibi für ein ganz anderes Verbrechen konstruiert hat, ist durchaus hübsch. Die ungleich interessantere Figur ist jedoch ein Neurochirurg (Ulrich Noethen), der auf dem besten Weg zu sein scheint, ein Mittel gegen Demenz zu finden. Das titelgebende Vergessen steht daher auch immer wieder im Zentrum der Handlung, die aus Sicht von Marie Brand allerdings höchst betrüblich endet.
Neben der reizvollen Geschichte sind vor allem die Dialoge die große Stärke Stauchs, der unter anderem drei Filme für die ZDF-Reihe "Unter Verdacht" geschrieben hat. Das mittlerweile eingespielte Ermittlerpaar braucht zwar nicht mehr so viele Worte, aber die sind dafür dank Simmels Entwicklungssprung recht geistreich. Ulrich Noethens Qualitäten bedürfen ohnehin keiner Beschreibung mehr, doch wie er den Chirurgen mit einer eigentlich widersprüchlichen Mischung aus Arroganz und Mitgefühl spielt, fügt seinen vielen großartig verkörperten Charakteren einen weiteren hinzu. Kino.de
Krimi-Kurzweil mit tollem Team. Lebt von den Gegensätzen der Ermittler. Daneben überzeugen die vielschichtige Story und die Prise Humor. TV Movie
Tagestipp in TV Movie & TV Spielfilm.
04/11/09
Drehstart für Unter Verdacht: Laufen und Schießen: Wolfgang Stauchs viertes Drehbuch für die ZDF-Reihe mit dem großartigen Trio Senta Berger (als Kriminalrätin Eva Prohacek), Rudolf Krause (als André Langner, laut TV-Zeitschrift der "Otto-Normalversteher unter den deutschen Fernsehkommissaren") und Gerd Anthoff (wie immer schmierig, schneidig und sympathisch als Dr. Claus Reiter). Zum dritten Mal (nach "Hase und Igel" und "Brubeck") führt Ed Herzog Regie, hinter der Kamera steht Philip Sichler, für die Produktion ist Mario Krebs zuständig und für die Redaktion Klaus Bassiner & Elke Müller. Prohacek und Co. ermitteln im Milieu der Polizeisportler, also jener Polizisten, die nur deshalb solche sind, weil sie bei der Polizei als Profisportler die besten Trainingsbedingungen vorfinden, um, in diesem Fall, ihre Fähigkeiten im Laufen und Schießen zu verbessern, also im Biathlon. Dabei kommen Prohacek und Langner zwei eher unsportliche Polizisten in die Quere: Jung und Schön, verkörpert von Phillip Moog und Tim Bergmann, der im Weißen Afrikaner die Hauptrolle spielte und nun den böseren der beiden Bad Lieutenants gibt. Während Langner als V-Mann in eine Polizeiwache eingeschleust wird, ist Reiter schwerst beleidigt, weil er nicht in einem wichtigen Komitee mitwirken darf, woraufhin er arg hinterhältig dem Vorsitzenden des Komitees ein Bein zu stellen versucht. Aber natürlich geht es ihm dabei nur um Gerechtigkeit. Drehbeginn ist Mitte November in München und angrenzenden Skilanglaufgebieten.
Millowitsch & Schönemann: verspielt, viel Köln-Flair & wunderbare Drehbuchideen
Ein Gerichtsmediziner gut gelaunt bei der Arbeit. Das Skalpell blitzt, der Kaffee dampft verdächtig. Wenig später gibt es zwei Tote im Obduktionssaal. Jener Dr. Bergengruen scheint den morgendlichen Kaffee nicht vertragen zu haben. Nicola May, seine Sekretärin tritt daraufhin den schnellstmöglichen Fluchtweg an, wird aber von Kommissar Simmel gestellt. Der spielt den psychologischen Betreuer und landet mit der etwas schusseligen Assistentin im Bett, derweil sich Marie Brand um ihren Ehemann sorgt: der stellt das Geschirr in den Kühlschrank und vergisst auch sonst so einiges. Da ist es gut, dass sie bei ihren Ermittlungen auf den Demenz-Spezialisten Dr. Jacobsen trifft. Der hat Geheimnisse und eine Frau, die den Toten geliebt hat. Ein 100%iges Mordmotiv also. Doch es gibt eine weitere Spur: Der Ermordete war Alkoholiker und Gutachter für die Staatsanwaltschaft. Gab es vielleicht Fehlgutachten?
Die vor einem Jahr gestartete ZDF-Reihe um das Kombinationsgenie Marie Brand und ihren Sonnenbrillen-Cop Simmel (was im Zusammenhang mit dem Bild, das Hinnerk Schönemann abgibt, verdächtig nach Simpel klingt) erfindet den TV-Krimi nicht neu, gewinnt aber deutlich an Klasse, je besser man die deutsche Krimi-Landschaft kennt. „Marie Brand und…“ bereichert das Genre mit einer unspektakulären und zugleich ungewöhnlichen Tonart. Der vierte Film der Reihe ist linear erzählt, ohne ästhetische Raffinessen, dafür flüssig mit viel Kölner Atmo inszeniert. Autor Wolfgang Stauch und Regisseur Florian Kern betonen weniger die Genre-Spannung, sondern setzen auf das spielerische Miteinander von Figur und Schauspieler, von kleinen, wunderbaren Buchideen und dem Alltagsrhythmus des Ermittelns.
In „Marie Brand und das mörderische Vergessen“ wird die Dramaturgie des Und-dann-und-dann immer wieder aufgebrochen durch beiläufige und umso nachhaltigere Szenen: die alte Frau, die alles, was in ihrem Leben passiert, aufschreibt, weil sie es sofort vergisst oder der demenzkranke Mann, der seine Frau sucht oder sich von den Russen verfolgt fühlt. Auch der Showdown lebt von einem klugen Schachzug mit Blick auf die ZDF-Klientel: so wird die obligatorische Fall(er)klärung aufgelöst in eine Szene voller Action.
Wo andere Krimis mit der Brechstange Sozialkritik verabreichen, geht Marie Brand zur Befragung kurz entschlossen mit dem Chefarzt in den OP. Das mag ein Gag sein, sagt aber nebenbei auch etwas über unser Gesundheitswesen aus. Mariele Millowitsch hat – gerade unter Fernsehkritikern – sicher nicht nur Freunde, aber wie bei ihr Rolle und privates Image zusammengehen, das muss ein Traum sein für jeden, der serielles Fernsehen für die 50+-Generation macht. Und auch Hinnerk Schönemann als Cop (diese Körperhaltung!) ist – vor allem bei den Jungen – eine sichere Bank: Gedämpft darf er dort weiter machen, wo er in „Dr. Psycho“ aufgehört hat.
Rainer Tittelbach auf www.tittelbach.tv
Neben der reizvollen Geschichte sind vor allem die Dialoge die große Stärke Stauchs, der unter anderem drei Filme für die ZDF-Reihe "Unter Verdacht" geschrieben hat. Das mittlerweile eingespielte Ermittlerpaar braucht zwar nicht mehr so viele Worte, aber die sind dafür dank Simmels Entwicklungssprung recht geistreich. Ulrich Noethens Qualitäten bedürfen ohnehin keiner Beschreibung mehr, doch wie er den Chirurgen mit einer eigentlich widersprüchlichen Mischung aus Arroganz und Mitgefühl spielt, fügt seinen vielen großartig verkörperten Charakteren einen weiteren hinzu. Kino.de
04/11/09
Quasi parallel zu Unter Verdacht dreht (am anderen, oberen Ende der Republik) die Münchener TV 60 Filmproduktion (Producer: Marcus Roth) unter der Regie von Markus Imboden eine Folge der ZDF-Krimireihe das Duo - wie immer spielt die Geschichte in Lübeck, diesmal hat sie den Arbeitstitel Mordbier. Wie immer spielen dabei Charlotte Schwab, Lisa Martinek und Peter Prager die Hauptrollen, die Episodenhauptrolle hat Stefan Konarske als Thomas Fritz, der bereits als Mörder seiner (Erb-)Tante in U-Haft sitzt, so gut wie überführt ist, die Tat aber dennoch hartnäckig leugnet. Und ganz plötzlich kommt ihm beim Leugnen eine höchst mysteriöse DNA-Spur zu Hilfe, die den aktuellen Mord mit einem von vor fast zehn Jahren verbindet. Auch darum geht es: Um scheinbar objektive Beweise, technischen KTU-Firlefanz versus Psychologie und Menschenkenntnis, also jene Fähigkeiten, die jahrelang zumindest den TV-Kommissar auszeichneten. In weiteren Rollen unter anderem Gesine Cukrowski, Anne Kanis, Werner Wölbern und ein alter Bekannter aus "Unter Verdacht - Hase und Igel", Dietmar Mues als gänsejagender Oberstaatsanwalt. Die Redaktion liegt bei Günther van Endert und Stefanie von Heydwolff vom Mainzer ZDF.
04/11/09
Uraufführung im TV: Das ZDF strahlt "Die Seele eines Mörders" - nach dem Roman von Batya Gur und dem Drehbuch von Wolfgang Stauch - am 16.11.09 um 20.15 Uhr aus. Heiner Lauterbach ermittelt in Israel als Kommissar Michael Ochajon, und zwar in einem Mordfall, bei dem es letztlich um nichts anderes geht als darum, dass vor sehr vielen Jahren etwas zusammengefügt wurde, was noch nicht wirklich zusammengehörte, noch zusammenwachsen musste: Der Staat Israel in seinen Anfängen.


"Nicht nur für Krimifans sehenswert - dank packender Story, großartigem deutsch-israelischen Ensemble und toller Original-Schauplätze." TV Movie
"Die besondere Stärke des Films liegt jedoch darin, dass er mit wesentlich mehr aufwartet als einem packenden Krimiplot an einem im deutschen Formatfernsehen gänzlich unbekannten Schauplatz." Blickpunkt Film
Mit der Adaption der Romanvorlage hatte Autor Wolfgang Stauch also einiges zu tun, um die Komplexität der Geschichte auf ein gesundes Maß zurückzufahren und dennoch den vielschichtigen Verwicklungen gerecht zu werden und gleichzeitig auch den Kriminalfall nicht aus den Augen zu verlieren. Alles in allem ist es aber ein durchweg stringentes Drehbuch geworden, das spannend konstruiert wurde und sich nicht mit belanglosen Nebenschauplätzen belastet. Torben Gebhardt, "die Kritiker" auf quotenmeter.de
Ein spannender, doppelbödiger Krimi aus einem Land, das nicht so sein kann wie alle anderen (Buch: Wolfgang Stauch nach Batya Gur, Regie: Peter Keglevic, Kamera: Stefan Unterberger), hoch besetzt (Maria Schrader, Marie-Lou Sellem, Nicole Heesters) und sehr melancholisch. Ponkie, Abendzeitung
Das ZDF hat große Sorgfalt auf seinen ersten Jerusalem-Krimi verwandt. Das gesamte deutsch-israelische Schauspielerteam wirkt sehr authentisch, die Inszenierung von Peter Keglevic ist stimmig, die Story bleibt packend bis zum Schluss. Thorsten Wahl, Berliner Zeitung
Zur Vielzahl deutscher Darsteller, die ausländische Kommissare spielen, gesellt sich nun auch Heiner Lauterbach als Michael Ochajon. Der Ermittler ist Hauptfigur einiger Romane der israelischen Bestseller von Batya Gur. Damit enden die Parallelen zu ARD-Reihen wie "Donna Leon" oder "Commissario Laurenti" aber auch schon: Peter Keglevic ist mit dem Film "Die Seele eines Mörders" (nach dem Gur-Roman "Denn die Seele ist in deiner Hand") ein Krimi gelungen, der nicht nur durch ausgezeichnetes Handwerk, sondern vor allem durch inhaltliche Vielschichtigkeit imponiert. Tilmann P. Gangloff, evangelisch.de
Die Jagd nach einem Frauenmörder geht mit "Die Seele eines Mörders" quer durch die Gesellschaft Israels. Erneut hat sich das ZDF an eine Buch-Verfilmung der Autorin Batya Gur gewagt, deren Romane tief in die Abgründe einer Nation führen. Und fesselt dadurch mit einer spannenden Geschichte. Florian Stark, Die Welt
07/07/09
Zwei neue Stoffe sind in Vorbereitung und werden noch dieses Jahr realisiert : "Mordbier", eine Folge der Samstagabend-Reihe "Das Duo" für das ZDF - unter der Regie von Markus Imboden. Und "Laufen und Schießen", Wolfgang Stauchs vierte Folge für die ZDF-Reihe "Unter Verdacht" - und die dritte davon, die Ed Herzog inszeniert.
27/04/09
Unter der Regie von Florian Kern beginnen am 5. Mai in Köln die Dreharbeiten für den TV-Krimi "Marie Brand und das mörderische Vergessen" (AT). Kommissarin Brand (Mariele Millowitsch) und Kollege Simmel (Hinnerk Schönemann) suchen den Mörder des Neuropathologen Bergengrün und treffen dabei auf absonderliche Figuren: Ein Chefarzt (Ulrich Noethen), der Metall in Hirne schiebt, eine Sekretärin (Esther Zimmering), die nicht in die Golden Bay abhauen will ("wo schon alle anderen sitzen, die vor mir abgehauen sind und man dann von lauter Abhauern umgeben ist"), Frau Müller, die mit den Aufzeichnungen über ihr Leben ganze Regalwände füllt, ein Straßenarbeiter, der zu viel Butter auf sein Brötchen schmiert und einen sehr kleinen asiatischen Trödelhändler, der sehr gut Karate kann. Colgnefilm - Micha Terjung und Iris Wolfinger - produziert den Film für das ZDF (Redaktion Klaus Bassiner und Wolfgang Feindt).
09/02/09
"Die Seele eines Mörders" - so lautet unterdessen der Titel - wird in diesem Jahr beim Münchener Filmfest uraufgeführt. Das Drehbuch von Wolfgang Stauch, nach dem Roman von Batya Gur, inszenierte Peter Keglevic mit (ausgezeichneten) deutschen und israelischen Schauspielern im Herbst und Winter 08 an Originalschauplätzen in Jerusalem und Tel Aviv für das Zweite Deutsche Fernsehen, Redaktion Günther van Endert. Produzenten sind Martin Hoffmann und Hermann Kirchmann.

06/11/08
Samstag, 15.11., 20.15 Uhr im ZDF: Unter Verdacht - Brubeck
Neuer Fall für Frau Doktor Prohacek (Senta Berger) und ihren Assistenten Langer (Rudolf Krause) - diesmal mit Fritz Karl als Kriminalhauptkommissar Gunther Brubeck und Ben Becker als Starpianist Leonard Brunner. Und wie so oft scheint auch diesmal Evas Vorgesetzter, Dr. Claus Reiter (Gerd Anthoff), in den komplizierten Fall verstrickt zu sein. (Kritiken: siehe unten.)

Neuer Fall für Frau Doktor Prohacek (Senta Berger) und ihren Assistenten Langer (Rudolf Krause) - diesmal mit Fritz Karl als Kriminalhauptkommissar Gunther Brubeck und Ben Becker als Starpianist Leonard Brunner. Und wie so oft scheint auch diesmal Evas Vorgesetzter, Dr. Claus Reiter (Gerd Anthoff), in den komplizierten Fall verstrickt zu sein. (Kritiken: siehe unten.)
06/11/08
ZDF: Lauterbach neuer Chefermittler
In Israel haben am Wochenende die Dreharbeiten für einen neuen ZDF-Krimi mit dem Arbeitstitel "Denn die Seele ist in deiner Hand" begonnen.
Das Drehbuch schrieb Wolfgang Stauch ("Unter Verdacht") nach Motiven des gleichnamigen Romans der 2005 verstorbenen israelischen Krimiautorin Batya Gur.
ZDF: Lauterbach neuer Chefermittler
In Israel haben am Wochenende die Dreharbeiten für einen neuen ZDF-Krimi mit dem Arbeitstitel "Denn die Seele ist in deiner Hand" begonnen.
Das Drehbuch schrieb Wolfgang Stauch ("Unter Verdacht") nach Motiven des gleichnamigen Romans der 2005 verstorbenen israelischen Krimiautorin Batya Gur.
Die Hauptrolle hat Heiner Lauterbach übernommen. Als Inspektor Ochajon, Chefermittler der Jerusalemer Mordkommission, muss er den Mord an einer jüdisch-jemenitischen Anwaltsgehilfin klären, der mit dem plötzlichen Verschwinden einer 12-jährigen Zeugin gekoppelt ist. Die Spur führt zum letzten Arbeitgeber des Mordopfers, dem wohlhabenden, aus Deutschland stammenden Anwalt Rosenstein, sowie zu der bekannten Tel Aviver Journalistin Orli Shoshan. Beide standen in einem besonderen Verhältnis zu der hübschen jungen Frau.Zusammen mit seinem Partner Dani Balilati wird Ochajon mit einem hasserfüllten, lange währenden Streit von zwei benachbarten Familien konfrontiert. Er lässt sich wieder mit seiner alten Jugendliebe Ada Efrati ein. Durch zähe Ermittlungsarbeit kommt er schließlich einem Mordmotiv auf die Spur, das an seelischer Brutalität kaum zu überbieten ist... . In dem deutsch-israelisch besetzten Film spielen neben Lauterbach u. a. Marie-Lou Sellem, Michael Degen, Maria Schrader, Nicole Heesters, Alma Leiberg, Joachim Bliese, Dvir Bendek und Kais Nashif. Gedreht wird bis voraussichtlich 4. Dezember 2008 in Jerusalem und Tel Aviv. Ein Sendetermin steht noch nicht fest.
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02/09/08
Am 2. September beginnen die Dreharbeiten für die Komödie "Zwei Großväter und ein Baby". Eine Produktion der mementoFilm Berlin (Markus Gruber & Andrea Günther). Die Redaktion liegt bei Katja Kirchen (ARD Degeto) und Daniela Mussgiller (NDR).
17/08/08
Fr, 29.08.2008: 21.00 Uhr auf ARTE: Unter Verdacht - Brubeck
Neuer Fall für Frau Doktor Prohacek (Senta Berger) und ihren Assistenten Langer (Rudolf Krause) - diesmal mit Fritz Karl als Kriminalhauptkommissar Gunther Brubeck und Ben Becker als Starpianist Leonard Brunner. Und wie so oft scheint auch diesmal Evas Vorgesetzter, Dr. Claus Reiter (Gerd Anthoff), in den komplizierten Fall verstrickt zu sein ... . Uraufführung auf ARTE, am 15. November dann im Samstagabendprogramm des ZDF.
Neuer Fall für Frau Doktor Prohacek (Senta Berger) und ihren Assistenten Langer (Rudolf Krause) - diesmal mit Fritz Karl als Kriminalhauptkommissar Gunther Brubeck und Ben Becker als Starpianist Leonard Brunner. Und wie so oft scheint auch diesmal Evas Vorgesetzter, Dr. Claus Reiter (Gerd Anthoff), in den komplizierten Fall verstrickt zu sein ... . Uraufführung auf ARTE, am 15. November dann im Samstagabendprogramm des ZDF.
Regie: Ed Herzog. Buch: Wolfgang Stauch (nach Motiven seines Romans "Brubecks Echo"). Kamera: Frank Sthamer. Musik: Manu Kurz. Produktion: pro GmbH, Mario Krebs. Redaktion: Klaus Bassiner & Elke Müller, ZDF.

Fotos: ARTE.de / ZDF / Bernd Schuller
Regie: Ed Herzog. Buch: Wolfgang Stauch (nach Motiven seines Romans "Brubecks Echo"). Kamera: Frank Sthamer. Musik: Manu Kurz. Produktion: pro GmbH, Mario Krebs. Redaktion: Klaus Bassiner & Elke Müller, ZDF.

"Schon seit 2002 kommt Senta Berger als Kriminalrätin Eva Prohacek Missetätern in den eigeneen Reihen auf die Spur. Dass sich das Einschalten lohnt, beweist auch dieser spannende, feinsinnig konstruierte Fall (Buch: Wolfgang Stauch, Regie: Ed Herzog.) ... Authentisch und schnörkellos ermittelt das Grimme-Preis-prämierte Gespann Berger und Rudolf Krause (als ihr Assistent) in dieser viel zu wenig beachteten Reihe, die ohne alle Beamtenklischees auskommt."
Wolfgang Stauch, der bei seinem Drehbuch auf Motive seines Romans "Brubecks Echo" zurückgriff, treibt ein ausgeklügeltes Spiel mit der trügerischen Aussagekraft von Indizien; er schürt Verdächte, entkräftet sie, baut sie wieder auf. Auch die Zuschauer sehen sich gehalten, allzu rasch gefasste Gewissheiten in Frage zu stellen.
Diese kriminalistische Dialektik ist bei aller Tragik - Stammzuschauer wissen, dass auch Eva Prohacek ein Kind durch einen Verkehrsunfall verlor - dank der gegebenen Personenkonstellation mit der patzigen Kriminalrätin und ihrem schlaksigen Assistenten sowie andererseits dem wendigen Vorgesetzten Dr. Reiter (Gerd Anthoff) nicht ohne Witz und dabei äußerst spannend.
Den etwas atemlosen Endspurt mit lodernden pyrotechnischen Effekten hätte es dazu gar nicht gebraucht. Besagte Schlusssequenz ausgenommen, konzentriert sich Regisseur Ed Herzog auf die Gesichter der Protagonisten, und er hat Schauspieler zur Verfügung, bei denen man sich ein solches Regiekonzept leisten kann.
Für Senta Berger ist es der elfte Auftritt in dieser Rolle und sie zeigt keine Spur jener routinierten Figurenadaption, die bei manchen anderen Reihenkrimis negativ auffallen. Mit ihrer Mischung aus Charme, Chuzpe und Weltschmerz übrigens ist Eva Prohacek, ohne ihn zu kopieren, dem derzeitigen Publikumsliebling Dr. House gar nicht mal so unverwandt. Amerika allerdings hat es, mit Goethe zu sprechen, besser: Dort bieten die Sender Erzählfernsehen höchsten Niveaus im Wochentakt. Deutschland liegt diesbezüglich noch weit zurück.
Politik, Korruption und Amtsmissbrauch - gewöhnlich kämmt Eva Maria Prohacek (Senta Berger) die illegalen Netzwerke der Großkopferten durch. Die Auseinandersetzungen mit dem windigen Chef Claus Reiter (Gerd Anthoff) und seiner großzügigen Dienstauffassung sind legendär, der Rückenwind, den ihr der Assistent André Langner (Rudolf Krause) gibt, auch. In der Folge "Brubeck" jedoch sieht man anfangs kaum einen Grund, warum sich die interne Ermittlung mit diesem sonderbaren Fall befassen muss. Der einzige Aufhänger: Gunther Brubeck (Fritz Karl), der vielleicht den Selbstmord eines tatverdächtigen Vergewaltigers, der ein hohes Tier im Ministerium war, herbeigeführt hat, ist Kommissar im Münchner Kriminaldauerdienst.
Etwas an den Haaren herbeigezogen ist der elfte Fall der Reihe "Unter Verdacht" schon. Das mag daran liegen, dass der Roman "Brubecks Echo" von Wolfgang Stauch, von dem auch das Drehbuch stammt, ursprünglich von einer anderen Figurenkonstellation ausgeht. Komplett gestrichen wurde Jan Piel, der Ermittler der Vorlage, seine Rolle nimmt Prohacek ein. (…)
"Brubeck" ist auf einer anderen als der thematischen Ebene ein stimmiger Zuwachs der Reihe. Es ist ein Fall, der Eva Maria Prohacek an die Nieren geht. Denn nicht nur Brubeck erfreute sich des Rufs, beruflich ein harter Hund zu sein.
(…)
Der Fernsehfilm (Regie: Ed Herzog) hat in den Szenen in Brubecks Zelle seine stärksten Momente, wo die Sache schließlich zu Prohaceks Fall wird. Auch sie, das weiß der Krimi-Zuschauer, hat ihr Kind bei einem Autounfall verloren. Ob ihr nie nach Rache zumute gewesen sei, ob sie nicht den Schuldigen habe umbringen wollen, fragt Brubeck, als sie sich gegenübersitzen. Es sei ihr danach gewesen, und ja, sie habe ihn umbringen wollen, stimmt sie zu. Und wer der Schuldige sei? Niemand als sie selbst. Die Ermittlerin bittet um Rückkehr zur Tagesordnung.
Die Qualität, die "Unter Verdacht" auszeichnet, zeigt sich in "Brubeck" in diesem Gespräch unter vier Augen konzentriert. Zwei vergleichbare Risse in der Biographie; Gefühle des Verdächtigen, die der Ausforschenden nahegehen, und die mutmaßlich höchst unterschiedlichen Wege, mit dem Schmerz umzugehen, ergeben einen dichten Ausdrucksteppich unterschiedlicher Töne, Gesten und Nuancen, für die das Wort Psychoduell viel zu grob gestrickt klingt. Senta Berger und Fritz Karl weben ihn mit viel Gespür für die leiseren Zwischentöne.
Heike Hupertz, FAZ
"Es ist vielleicht nicht die beste, aber wohl die spannendste und spektakulärste Folge. Der elfte Film aus der Krimireihe „Unter Verdacht“ punktet mit altbekannten Qualitäten: Ein Duo für interne Ermittlungen, das immer präsent ist und schnörkellos seine Fälle löst. Ein Buch, das mit präziser Figurenzeichnung, interessanter Stoffentwicklung und messerscharfen Dialogen schlüssig wirkt. Ein Schauspielerensemble, das hochkarätig besetzt ist und brillant agiert. Und nicht zuletzt der immer wieder faszinierende Verhörraum mit seiner kalten Atmosphäre, in dem Eva Prohacek (Senta Berger) ihre Klientel weichklopft. (...) „Unter Verdacht“ zählt einfach zum Besten, was der deutsche Fernsehfilm im Genre Krimi derzeit zu bieten hat."
Tom Heise, Osnabrücker Zeitung
"Das schlechte Gewissen der Ermittlerin ist ein starker Motor dieser Geschichte, die von Drehbuchautor Stauch nach seiner eigenen Romanvorlage entwickelt wurde. Eva Prohacek - Senta Berger spielt sie zerknirschter und verhärmter denn je. (...) Unzweifelhaft ist auch nicht Ben Becker, sondern Fritz Karl der Star dieser Episode. Mit emotionaler Wucht spielt er den Kriminalbeamten, der sich hinter seiner bürgerlichen Fassade versteckt, in Wahrheit aber nur für seinen Racheplan lebt. Die Güte dieses Krimis wird durch sein brillantes Spiel erst sichtbar. Und anders als in so manch braverem Format, traut man dieser Reihe durchaus zu, die Geschichte in einem blutigen Desaster enden zu lassen."
Klaudia Wick, Berliner Zeitung
"Schon allein wegen der großartigen Hauptdarsteller ist auch dieser Film sehenswert, zumal Berger und Co. von vorzüglichen Dialogen profitieren. Auch sonst gilt: ein rundum fesselnder Krimi"
Solche perfiden Morde gibt's selten in Fernsehkrimis - und dann noch in den eigenen Reihen der Polizei: Kommissar Brubeck treibt als gnadenloser Rächer den einen Schuldigen am Tod seiner Familie in den Selbstmord, die andere in eine Todeszelle in Malaysia. Aber wie soll man ihm die Morde nachweisen? Für Senta Berger als Kriminalrätin Eva Prohacek war dies ein besonders emotional belasteter Fall, den sie wie gewohnt unerbittlich, konsequent und mit gefährlichem Charme löste. Und auch ihren überheblichen Chef (Gerd Anthoff) nicht verschonte, der am Ende um eine Rechtfertigung für seine Mauschelei geradezu betteln musste. Exzellente Darsteller (Ben Becker als Promi-Pianist, Fritz Karl als undurchsichtiger Brubeck), eine spannend zugespitzte Handlung (Drehbuch: Wolfgang Stauch) und eine dramatisch düstere Regie (Ed Herzog) sorgten dabei für reichlich Nervenkitzel.
Brigitte Ehrich, Hamburger Abendblatt
"In dunklen Bildern, mit sanfter Musik untermalt und ruhiger Kameraführung inszeniert Regisseur Ed Herzog nach „Hase und Igel“ seinen zweiten „Unter Verdacht“-Krimi. Bilder aus der schäbigen Gefängniszelle in Malaysia, des architektonisch kühlen Polizeipräsidiums oder dem durchgestylten Haus von Pianist Brunner erzeugen eine beklemmende Atmosphäre. (...) Großartig verkörpert Senta Berger nun schon zum neunten Mal die interne Ermittlerin Prohacek als nüchterne, bestimmende und gleichzeitig einfühlsame Frau. (...) „Brubeck“ ist ein packend inszenierter Krimi. Die Auflösung ist absehbar, das Ende aber doch überraschend und verstörend.
Britta Schmeis, Sächsische Zeitung / dpa
Es geht viel um Schuld in dem Krimi, im juristischen Sinn aber nur an der Oberfläche. Vielmehr konzentrieren sich Wolfgang Stauch (Buch) und Ed Herzog (Regie) auf Fragen der Moral, des Gewissen; sie verfolgen Strategien - erfolgreiche und gescheiterte - der Schuldbewältigung. Die Kriminalrätin Prohacek hat für sich einen Weg gefunden, mit schwerer Schuld umzugehen - das macht die Figur so spannend unter all den waidwunden Ermittlern anderer Serien: Sie hat sich ihre Offenheit bewahrt und zugleich eine Unerbittlichkeit antrainiert. Es bedarf schon einer Schauspielerin wie Senta Berger, um so einen Charakter kohärent zu erschaffen.
Stefan Fischer, Sueddeutsche.de
Düsterer Fall mit Top-Besetzung: Fritz Karl brilliert als verzweifelter Kommissar, Ben Becker glänzt als Star-Pianist. Wendungsreicher, toll gespielter Krimi.
TV14
Fritz Karl, der den Brubeck mit unergründlicher Mimik von souverän bis gramgebeugt faszinierend facettenreich spielt, hebt diesen gewohnt hochklassig ermittelnden Prohacek-Krimi in die vordere Reihe der diesjährigen Fernsehfilme. Dass ihre Fans wie die Protagostin als eher „speziell” gelten, schmälert nicht ihre Klasse.
Bernd Peters, Westfälische Rundschau
"'Unter Verdacht'-Autor Wolfgang Stauch und Regisseur Ed Herzog legen einen Film vor, der ausnahmsweise nicht von der Jagd nach einem Mörder lebt. Stattdessen wird - am Ende als ein packender Wettlauf gegen die Zeit - die Geschichte eines von Anfang an bekannten Täters erzählt, der nach dem tragischen Verlust seiner Familie auch Opfer und Sympathieträger ist. Die Rolle des gefallenen, in tiefer Trauer versunkenen Cops auf subtilem Rachefeldzug ist ein gefundenes Fressen für den Charismatiker Fritz Karl, der einer dem Untergang geweihten Figur genug Tiefe verleiht, um dem Zuschauer schließlich auch ein völlig überzogenes, hochdramatisches Finale noch halbwegs glaubhaft zu verkaufen. Ermittler, die nichts als ihre Arbeit machen, Opfer, die nicht bedingungslos zu betrauern sind, ein Täter, mit dem man fühlen kann, Figuren mit Tiefe und Facetten ... - 'Unter Verdacht' bricht weiter mit diversen Krimi-Klischees. Und das ist gut so
Frank Rauscher Teleschau - der Mediendienst06/08/08
Peter Keglevic wird bei der Batya-Gur-Verfilmung "Denn die Seele ist in deiner Hand" Regie führen, gedreht wird, für das ZDF, im Oktober und November in Tel Aviv und Jerusalem.
19/05/08
Die Arbeit an zwei neue Geschichten beginnt, zwei Mal Krimi, zwei Mal ZDF: "Laufen und Schießen", eine weitere Folge für "Unter Verdacht", und eine Episode für die neue Reihe "Marie kann zaubern" mit Mariele Millowitsch in der Titetrolle.
20/02/08
"Unter Verdacht - Das Geld anderer Leute" am 23. Februar um 20:15 Uhr im ZDF. (Kritiken siehe unten.)
24/01/08
Nominierung für den 44. Adolf-Grimme-Preis 2008: Unter Verdacht: Das Geld anderer Leute.
09/01/08
Das ZDF plant mit mir und MME, Martin Hoffmann und Hermann Kirchmann, die Verfilmung eines Kriminalromans der israelischen Autorin Batya Gur: Denn die Seele ist in deiner Hand. Die Redaktion beim ZDF ist in der Hand von Hans Janke und Günther van Endert. Zurzeit entsteht die erste Drehbuchfassung.
18/11/07
"Unter Verdacht - Das Geld anderer Leute" am 23. November um 20:40 Uhr - die Erstausstrahlung auf ARTE (Sendetermin im ZDF im Februar 2008).
Kritiken zum "Geld anderer Leute"
Die Eröffungssequenz dieses Films sollte in den einschlägigen Ausbildungsstätten als positives Beispiel vorgehalten werden: das Innere eines fahrenden Autos, Vater und Tochter in stiller Harmonie, dann ein polizeiliches Blaulicht, das den Fahrer mehr erschreckt als die Situation erwarten ließe. Er drängt das Mädchen, sich zu verbergen. Mit gutem Grund. Nach dem Anhalten wird er zum Aussteigen gezwungen. Und nicht mehr zurückkehren. Drehbuchautor Wolfgang Stauch und Regisseur Achim von Borries halten die Szenenfolge so knapp, arrangieren sie aber so geschickt, dass die Neugier geweckt ist. Vorbildlich im Vergleich zu vielen Kriminalfilmen, die den Konsumenten mit obszönem Gewaltkitsch zu ködern versuchen. … Ganz nebenbei, ohne Drama und unaufdringlich widmen sich Autor und Regisseur der Einsamkeit der Kriminalisten - um so deutlicher wird der Schmerz spürbar, der Prohacek und ihrem Adlatus Langner (Rudolf Krause) zum Begleiter geworden ist."
Harald Keller, Frankfurter Rundschau
"Senta Berger spielt diese Eva Prohacek, die zurückhaltend ist, aber bestimmt und zielgerichtet auftritt. Ihr zur Seite steht der skurrile Kollege Herr Langner (Rudolf Krause) – beide bilden ein ungleiches, aber sympathisches Team. Auch in ihrem neuen Fall „Das Geld anderer Leute“, den Arte heute zeigt.
Auch dieses Mal bleibt den beiden der weitaus weniger sympathische Doktor Reiter vorgesetzt, den Gerd Anthoff geradezu diabolisch spielt. Stets schwankt er zwischen dem jovialen „Du“, das er an Eva Prohacek richtet, und seinen hausinternen, opportunistischen Intrigen, die ihn in vergangenen Folgen beinahe zu Fall gebracht hätten. Ein Chamäleon, dieser Doktor Reiter. Dieses Münchner Trio dürfte zusammen mit „Bella Block“ zum Besten zählen, was in Deutschland innerhalb des Krimi-Formates produziert wird."
Thilo Wydra, Tagesspiegel
"Oberflächlich besehen geht es in diesem, dem zehnten „Unter Verdacht“-Fall, um Vetternwirtschaft und Bestechung, um einen Landtagsabgeordneten, der einem Spezl Kredite in Milliardenhöhe verschafft, damit bloß keiner entdeckt, dass dessen Immobilienfirma längst bankrott ist und all die prestigeträchtigen Bauprojekte niemals mehr verwirklicht werden; dafür zeigt sich der Bauherr Karl Gallas natürlich erkenntlich, ein Teil des Geldes der staatlichen Bank (deren Ähnlichkeit mit der Bayerischen Landesbank kaum zu übersehen ist) überweist er gleich weiter - entweder an die Partei des bayerischen Abgeordneten Mertens oder auf dessen privates Konto. Im Grunde aber geht es Autor Wolfgang Stauch und auch Regisseur Achim vom Borries um Vertrauen: Weil die 13-jährige Jenni beobachtet, wie ihr Vater in dunkler Nacht von Polizisten entführt wird, lügt sie in der Folge die Ermittler Prohacek und Langner an. Welche Angst ihr das Präsidium, dieses gläserne Labyrinth aus Treppen, Gängen und spiegelnden Flächen, und all die Uniformen, Kappen und festen Schritte machen, setzt nicht nur Kameramann Bernd Fischer eindrucksvoll in Szene, sondern auch die junge Darstellerin der Jenni, Isabel Bongard, mit ihrem stummen Blick."
Katrin Schuster, epd
Bis heute leidet Berlin unter den Folgen eines Bankenskandals, weil einige Politiker in Vorstand und Aufsichtsrat der Landesbank Monopoly spielen wollten. Sie stellten einst betuchten Anlegern eines Immobilien-Fonds zum Schaden der Stadt märchenhafte Gewinne in Aussicht, für die selbstverständlich der Steuerzahler haftete. Am Ende war die Hauptstadt fast pleite und die große Koalition auseinander gebrochen, die damals verantwortlichen Politiker kamen mit relativ milden Strafen davon.
In gewisser Hinsicht liefert der Berliner Bankenskandal auch die Folie für den den neuen Fall ab, den Eva Prohacek und ihr Kollege Langner aufklären sollen.
Was sich zunächst auch als abenteuerliche Geschichte eines fantasievollen Mädchens anlässt, entwickelt sich bald zu einem ausgesprochen spannend erzählten Wirtschaftskrimi um Bestechung, Untreue und Mord. Denn Drehbuch-Autor Wolfgang Stauch entfaltet den Stoff und seine Figuren so genau wie behutsam und kann in Achim von Borries auf einen versierten Regisseur zählen, der für die intelligent komponierte Geschichte stimmige Bilder und stets die richtige Tonlage findet. Hinzu kommt hier, dass sich an der Seite von Gert Anthoff als notorisch durchtriebenem Vorgesetzten mit Uwe Kockisch, Alexander Held und Isabel Bongard starke Mitspieler befinden.
Rainer Braun, Berliner Zeitung
Auf den ersten Blick sind es die immergleichen Themen: Vetternwirtschaft und Bestechung, Korruption und Vorteilsnahme im Innern eines marodierenden Staatsapparates - das zynische Monopoly "derer da oben" auf Kosten "derer da unten". Die Gewissheit, dass es am Ende all der frustrierenden Arbeit wohl wieder einmal nur gelingt, die kleinen Fische zur Strecke zu bringen. Aber das "Wie" variiert auf so sehenswerte Art, dass es immer wieder eine Freude ist zuzuschauen. (...) Großartige Darsteller, eine intelligent gestrickte Geschichte und stimmig-kalte Winterbilder - "Unter Verdacht" bleibt ein echtes Highlight in der wild wuchernden Krimi-Landschaft.
Peter Müller, Wiesbadener Kurier
Man könnte ihr stundenlang zusehen, der Frau Dr. Prohacek. Dieser strengen und etwas spröden Kriminalrätin, die farblose Kleider und flache Schuhe bevorzugt.
Seit fünf Jahren spielt Senta Berger diese Eva Prohacek in der ZDF-Reihe "Unter Verdacht". Die Rolle hat ihr den Grimme-Preis eingebracht, sie gehört zum Besten, was das Fernsehen zu bieten hat. An diesem Sonnabend läuft der zehnte Fall: "Das Geld anderer Leute". Es geht um eine windige Immobiliengeschichte, in die auf Rat seiner politischen Freunde auch der Reiter investiert hat, aber dann hängt der EDV-Experte der Firma plötzlich tot im Wald, und seine Tochter Jenni steht bei Eva Prohacek vor der Tür, weil sie sich vor der Polizei fürchtet, und das alles passiert auch noch kurz vor Weihnachten.
Im Prinzip, sagt die 67-Jährige, sei ihr die Figur völlig fremd. Mit ihrem Gerechtigkeitsfanatismus, mit ihrer Einsamkeit. Die Eva Prohacek hat sie selbst erfunden. Gemeinsam mit dem Produzenten Mario Krebs und Alexander Adolph, der die ersten Drehbücher entwickelte. "Ich weiß zum Beispiel, dass die Eva Blumen gern hat, aber dass sie vergisst, sie zu gießen. Oder dass sie raucht, wenn sie gestresst ist. Welche Bilder sie mag, und welche nicht. Was sie nie anziehen würde."
Solche Genauigkeit, solche Stimmigkeit der Details erlaubt sich das Fernsehen nicht oft. Die tollen "Unter Verdacht"-Quoten sind die Belohnung. Und es geht weiter mit Frau Dr. Prohacek. Die Folgen 11 bis 13 sind bereits abgedreht.
Barbara Möller, Hamburger Abendblatt
10/09/07
Unter der Regie von Ed Herzog beginnen am 18. September in München die Dreharbeiten zu "Unter Verdacht - Brubecks Echo" (nach Motiven meines 2000 bei Suhrkamp erschienenen, gleichnamigen Kriminalromans). In den Hauptrollen nach wie
Fritz Karl
vor Senta Berger, Rudolf Krause und Gerd Anthoff, in den Episodenhauptrollen diesmal Fritz Karl als Kriminalhauptkommissar Gunther Brubeck und Ben Becker als Starpianist Leonard Brunner. Produzent ist Mario Krebs, pro GmbH, die Redaktion im ZDF liegt bei Klaus Bassiner und Elke Müller. Hinter der Kamera steht erneut Frank Sthamer..
Kurzinhalt: Bei einem tragischen Autounfall verliert Hauptkommissar Brubeck (Fritz Karl) seine Frau und seinen Sohn. Die Polizei geht zunächst von Selbstverschulden aus, doch Brubeck ist überzeugt davon, dass ein zweites Fahrzeug in den Unfall verwickelt war. Und zwar der Wagen von Leonard Brunner (Ben Becker), der an diesem Abend mit dem Regierungsdirektor Gert Kramer und der Handelsreisenden Evelyn Dohr unterwegs war.
Ein halbes Jahr später: Während interner Ermittlungen gegen Kramer, wegen eines mysteriösen Sexualdelikts, begeht dieser auf ebenso mysteriöse Weise Selbstmord und hinterlässt Eva Prohacek einen Hinweis auf Brubeck. Ist Brubeck für Kramers Tod verantwortlich? Hat er aus Rache gehandelt? Und will er auch noch Brunner und Evelyn Dohr zur Rechenschaft ziehen? Das muss Eva Prohacek nun unter großem Zeitdruck herausfinden, damit es keine weiteren Opfer gibt. Unterdessen recherchiert ihr Assistent Langner die genauen Umstände des Verkehrsunfalls von Brubecks Familie. Auch Evas Vorgesetzter, Dr. Claus Reiter, scheint in diesen Fall verstrickt zu sein. Er ist ein Bekannter Brubecks und ein Duzfreund Brunners, ihre Töchter sind miteinander befreundet.
Die Zeit wird knapp, der Druck immer größer. Wenn Brubeck tatsächlich Mörder und Racheengel sein sollte, agiert er so raffiniert, dass man ihm nichts nachweisen kann. In einem hochdramatischen Finale eskaliert die Situation: Plötzlich kommen Menschen in Gefahr, die Eva Prohacek bisher gar nicht auf ihrer Rechnung hatte. (Quelle: ZDF)
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19/07/07
"Unter Verdacht - Hase und Igel" erlebt seine Erstausstrahlung auf ARTE am Freitag, 10. August 2007 um 20.45 Uhr (Wiederholung: 11.08.2007 um 15:50), bevor der Krimi im September samstagabends im ZDF zu sehen sein wird.
Crew & Cast: Regie: Ed Herzog; Buch: Wolfgang Stauch; Kamera: Frank Sthamer; Musik: Manu Kurz; Produktion: Pro GmbH, Mario Krebs; ZDF, ARTE; Redaktion: Klaus Bassiner, Elke Müller. Mit: Senta Berger - (Eva Maria Prohacek), Rudolf Krause - (André Langner), Gerd Anthoff - (Dr. Claus Reiter), Christoph Waltz - (Thomas Sell), Jevgenij Sitochin - (Pavel Moucha), Janusz Cichocki - (Jan Lischka), Marion Mitterhammer - (Antonia), Jonathan Beck - (Sören), Dietmar Mues - (Cord Hansen), Heinz-Josef Braun - (Bangert), Silvia Seidel - (Steffi Moucha)
Kritiken zu "Hase und Igel":
Pfeif doch auf den Gärtner
Die "Unter Verdacht"-Krimis sind bemerkenswert anders - "Hase und Igel" ist dafür ein Beispiel.
Es gibt mehrere Möglichkeiten, einen Krimi zu schreiben. Eine geht so: Der Kommissar verkehrt in Bogenhausener Villen und fragt sich, ob der Mörder nun der Fabrikant, seine Frau, seine Geliebte oder der Buchhalter war. Am Ende war es der uneheliche Sohn des Gärtners. Diese Form war früher, als der ZDF-Fernsehkrimi den unantastbar wirkenden "Who done it"-Plot Woche für Woche nur geringfügig variierte.
Dass es andere Möglichkeiten gibt, beweist das ZDF spätestens seit diesem Jahr: Die Serie "KDD - Kriminaldauerdienst" setzt nicht nur senderintern neue Maßstäbe. Schon seit 2002 aber ermittelt Senta Berger als Kriminalrätin Dr. Eva Maria Prohacek in der Reihe "Unter Verdacht". Wie in "KDD" sind auch in dieser Reihe schon bemerkenswert "andere" Krimis entstanden. Wer Rätsel raten will, ist hier falsch - denn die Frage nach dem Wer des Täters stellen sie nicht.
Für Rätselrater also: Wie wärs mit "Wer wird Millionär"? Für Liebhaber kluger Krimis aber: "Unter Verdacht" gucken.
In diesen Krimis ist die Welt ganz und gar nicht in Ordnung. Immer geht es um Korruption in den höchsten Kreisen der bayerischen Wirtschaft und Politik, um Amigos und Spezln. Immer ist Prohaceks Chef in der Münchner Abteilung für innere Ermittlungen, Dr. Claus Reiter (herrlich zynisch verkörpert von Gerd Anthoff), verstrickt. Immer bringt Prohacek darin Großkopferte zu Fall. Und doch ist das Ende irgendwie immer unbefriedigend.
Der Film "Hase und Igel" (Fr. 10.08.07, 20.45 Uhr, Arte) von Ed Herzog beginnt mit dem Mord an einer Fahnderin des Arbeitsamtes, die gegen die Schwarzarbeiter- und Schleuserszene ermittelt. 13 Jahre später wird der ehemalige Hauptkommissar Thomas Sell (Christoph Waltz) aus dem Gefängnis entlassen. Schnell wird klar, dass ihm die Tat damals nur in die Schuhe geschoben wurde - und der seinerzeit für die Mordkommission ermittelnde Polizeibeamte heißt: Claus Reiter. Sell war sein Hauptkonkurrent um die freie Stelle des Kommissariatsleiters. Um Sell nach seiner Entlassung von einem Akt der Selbstjustiz abzuhalten, muss sich Kriminalrätin Prohacek auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit ihm um die Überführung der wahren Täter einlassen.
Es ist eine Herausforderung, Senta Berger und Christoph Waltz dabei zu verfolgen - aber der Lohn ist Unterhaltungsfernsehen auf höchstem Niveau. Wirklich herausragend sind die Dialoge. Autor Wolfgang Stauch hat sich für eine stilisierte und präzise Kunstsprache entschieden, mit deren Hilfe die Protagonisten sarkastische Spitzen aufeinander abfeuern. Dazu kommt die Lakonie. Es ist wunderbar zu sehen, wenn Sell nach seiner Entlassung allein vor dem Gefängnis steht und sagt: "Ist wirklich rührend, dass ihr alle gekommen seid."
Jens Müller, taz
"Sehr liebevoll baut Drehbuchautor Wolfgang Stauch seinen Kriminalfall auf der Vorgeschichte der Reihe auf. Das ist gar nicht so leicht, wenn man bedenkt, dass die schöne Kriminalrätin und der aalglatte Opportunist schon seit fünf Jahren und acht Fällen Katz und Maus miteinander spielen: Immer brüten Prohacek und Langner in ihrem Verhörzimmer im Keller über den Akten, und immer sitzt Reiter am Ende in der Chefetage wieder hoch zu Ross. Angesichts solcher dramaturgischen Rituale ist die Gefahr groß, dass die Figuren bald auf der Stelle treten und sich nur noch selbst zu zitieren. Aber selbst wenn Fans dieser Premiumreihe kaum noch mit so etwas wie Gerechtigkeit rechnen, so wünscht man sich doch umso inständiger, das die Kellerkinder Prohacek und Langner endlich über ihren Chef triumphieren werden.
Andererseits macht sich Gerd Anthoff in der spannenden Inszenierung von Regisseur Ed Herzog einmal mehr unentbehrlich. Wie er den ungelenken und zugleich gerissenen Dr. Reiter gibt, ist schon Extraklasse. Trotz Maßanzug sieht dieser Mann stets wie ein Staubsaugervertreter aus, dagegen strahlt Senta Berger selbst in ihren mausgrauen Kostümen noch die Grande Dame aus.
Ed Herzog hat einen Schauspielerfilm inszeniert und ganz auf seine großartige Besetzung gebaut: Neben Christoph Waltz, der als introvertierter und vom Leben enttäuschter Staatsbeamter gekonnt die Aura des potentiellen Amokläufers entwickelt, ist auch das dramaturgische Hinterland dieses Mafia-Falles stimmig besetzt.
Zu den Herausforderungen der deutschen Sender gehört es auch, dass vor allem jüngere Zuschauer immer häufiger DVD-Boxen mit US-Serien wie "Six feet under" oder "Lost" dem laufenden Fernsehprogramm vorziehen. Schade eigentlich, dass das ZDF die Reihe "Unter Verdacht" nicht auch als DVD-Sammelpaket anbietet. Ein langes Wochenende mit Eva Prohacek könnte dem einen oder anderen Zuschauer den Glauben an das Gute im öffentlich-rechtlichen Fernsehen durchaus zurückgeben."
Klaudia Wick, Berliner Zeitung
"Dass Reiter dennoch kein bisschen lächerlich wirkt, ist das Verdienst von Gerd Anthoff. Der 60-jährige Schauspieler brilliert als jovialer und doch nicht völlig unsympathischer Chef von Kriminalrätin Eva Maria Prohacek (Senta Berger). Beide sind in einer Art Hassliebe miteinander verbunden und werden wunderbar ergänzt durch den schrulligen André Langner (Rudolf Krause).
Das Trio hat auch im sechsten Jahr seiner Fernseh-Existenz nichts von seiner Originalität eingebüßt: In ihrem neuen Fall „Hase und Igel“, der heute bei Arte Vorpremiere hat, ist ihr Zusammenspiel eine wahre Freude. Ein Schlagabtausch auf höchstem Niveau. Wie der Hase in der Fabel ist Kriminalrätin Prohacek ihrem Vorgesetzten Reiter immer einen Schritt voraus, aber am Ende ruft ihr Chef doch triumphierend: „Ich bin wieder da.“ Regisseur Ed Herzog und Autor Wolfgang Stauch haben mit dem neuen Fall einen weiteren Höhepunkt in der Reihe „Unter Verdacht“ gesetzt."
Thomas Gehringer, Tagesspiegel
"Schon nach wenigen Augenblicken ist klar: Mal wieder ist die vorab bei ARTE erstausgestrahlte neue Folge der ZDF-Reihe "Unter Verdacht" kein ganz gewöhnlicher TV-Krimi. "Hase und Igel" - der Titel mag es nicht vermuten lassen - ist eine spannende Rallye der Persönlichkeiten, ein Aufeinandertreffen von Schauspieler-Größen, die sich unter der Regie von Ed Herzog ("Almost Heaven") zu einem psychologischen Ränkespiel erster Güte aufschwingen. Senta Berger, Gerd Anthoff und Christoph Waltz sind die namhaften Stars eines packenden Ensemblefilms.
Für alle Beteiligten wird der Fall zum anstrengenden, psychologischen Hürdenlauf. Spannend, weil bis zum furiosen Schlussspurt sicher und mit viel Gespür für die herausragenden Qualitäten der drei Charakterdarsteller inszeniert wurde. "
Frank Rauscher, teleschau - der mediendienst
Auch dieses Mal bleibt den beiden der weitaus weniger sympathische Doktor Reiter vorgesetzt, den Gerd Anthoff geradezu diabolisch spielt. Stets schwankt er zwischen dem jovialen „Du“, das er an Eva Prohacek richtet, und seinen hausinternen, opportunistischen Intrigen, die ihn in vergangenen Folgen beinahe zu Fall gebracht hätten. Ein Chamäleon, dieser Doktor Reiter. Dieses Münchner Trio dürfte zusammen mit „Bella Block“ zum Besten zählen, was in Deutschland innerhalb des Krimi-Formates produziert wird."
Thilo Wydra, Tagesspiegel
"Oberflächlich besehen geht es in diesem, dem zehnten „Unter Verdacht“-Fall, um Vetternwirtschaft und Bestechung, um einen Landtagsabgeordneten, der einem Spezl Kredite in Milliardenhöhe verschafft, damit bloß keiner entdeckt, dass dessen Immobilienfirma längst bankrott ist und all die prestigeträchtigen Bauprojekte niemals mehr verwirklicht werden; dafür zeigt sich der Bauherr Karl Gallas natürlich erkenntlich, ein Teil des Geldes der staatlichen Bank (deren Ähnlichkeit mit der Bayerischen Landesbank kaum zu übersehen ist) überweist er gleich weiter - entweder an die Partei des bayerischen Abgeordneten Mertens oder auf dessen privates Konto. Im Grunde aber geht es Autor Wolfgang Stauch und auch Regisseur Achim vom Borries um Vertrauen: Weil die 13-jährige Jenni beobachtet, wie ihr Vater in dunkler Nacht von Polizisten entführt wird, lügt sie in der Folge die Ermittler Prohacek und Langner an. Welche Angst ihr das Präsidium, dieses gläserne Labyrinth aus Treppen, Gängen und spiegelnden Flächen, und all die Uniformen, Kappen und festen Schritte machen, setzt nicht nur Kameramann Bernd Fischer eindrucksvoll in Szene, sondern auch die junge Darstellerin der Jenni, Isabel Bongard, mit ihrem stummen Blick."
Katrin Schuster, epd
In gewisser Hinsicht liefert der Berliner Bankenskandal auch die Folie für den den neuen Fall ab, den Eva Prohacek und ihr Kollege Langner aufklären sollen.
Seit fünf Jahren spielt Senta Berger diese Eva Prohacek in der ZDF-Reihe "Unter Verdacht". Die Rolle hat ihr den Grimme-Preis eingebracht, sie gehört zum Besten, was das Fernsehen zu bieten hat. An diesem Sonnabend läuft der zehnte Fall: "Das Geld anderer Leute". Es geht um eine windige Immobiliengeschichte, in die auf Rat seiner politischen Freunde auch der Reiter investiert hat, aber dann hängt der EDV-Experte der Firma plötzlich tot im Wald, und seine Tochter Jenni steht bei Eva Prohacek vor der Tür, weil sie sich vor der Polizei fürchtet, und das alles passiert auch noch kurz vor Weihnachten.
Im Prinzip, sagt die 67-Jährige, sei ihr die Figur völlig fremd. Mit ihrem Gerechtigkeitsfanatismus, mit ihrer Einsamkeit. Die Eva Prohacek hat sie selbst erfunden. Gemeinsam mit dem Produzenten Mario Krebs und Alexander Adolph, der die ersten Drehbücher entwickelte. "Ich weiß zum Beispiel, dass die Eva Blumen gern hat, aber dass sie vergisst, sie zu gießen. Oder dass sie raucht, wenn sie gestresst ist. Welche Bilder sie mag, und welche nicht. Was sie nie anziehen würde."
Solche Genauigkeit, solche Stimmigkeit der Details erlaubt sich das Fernsehen nicht oft. Die tollen "Unter Verdacht"-Quoten sind die Belohnung. Und es geht weiter mit Frau Dr. Prohacek. Die Folgen 11 bis 13 sind bereits abgedreht.
Fritz Karl vor Senta Berger, Rudolf Krause und Gerd Anthoff, in den Episodenhauptrollen diesmal Fritz Karl als Kriminalhauptkommissar Gunther Brubeck und Ben Becker als Starpianist Leonard Brunner. Produzent ist Mario Krebs, pro GmbH, die Redaktion im ZDF liegt bei Klaus Bassiner und Elke Müller. Hinter der Kamera steht erneut Frank Sthamer..
Kurzinhalt: Bei einem tragischen Autounfall verliert Hauptkommissar Brubeck (Fritz Karl) seine Frau und seinen Sohn. Die Polizei geht zunächst von Selbstverschulden aus, doch Brubeck ist überzeugt davon, dass ein zweites Fahrzeug in den Unfall verwickelt war. Und zwar der Wagen von Leonard Brunner (Ben Becker), der an diesem Abend mit dem Regierungsdirektor Gert Kramer und der Handelsreisenden Evelyn Dohr unterwegs war.
Ein halbes Jahr später: Während interner Ermittlungen gegen Kramer, wegen eines mysteriösen Sexualdelikts, begeht dieser auf ebenso mysteriöse Weise Selbstmord und hinterlässt Eva Prohacek einen Hinweis auf Brubeck. Ist Brubeck für Kramers Tod verantwortlich? Hat er aus Rache gehandelt? Und will er auch noch Brunner und Evelyn Dohr zur Rechenschaft ziehen? Das muss Eva Prohacek nun unter großem Zeitdruck herausfinden, damit es keine weiteren Opfer gibt. Unterdessen recherchiert ihr Assistent Langner die genauen Umstände des Verkehrsunfalls von Brubecks Familie. Auch Evas Vorgesetzter, Dr. Claus Reiter, scheint in diesen Fall verstrickt zu sein. Er ist ein Bekannter Brubecks und ein Duzfreund Brunners, ihre Töchter sind miteinander befreundet.
Die Zeit wird knapp, der Druck immer größer. Wenn Brubeck tatsächlich Mörder und Racheengel sein sollte, agiert er so raffiniert, dass man ihm nichts nachweisen kann. In einem hochdramatischen Finale eskaliert die Situation: Plötzlich kommen Menschen in Gefahr, die Eva Prohacek bisher gar nicht auf ihrer Rechnung hatte. (Quelle: ZDF)
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Crew & Cast: Regie: Ed Herzog; Buch: Wolfgang Stauch; Kamera: Frank Sthamer; Musik: Manu Kurz; Produktion: Pro GmbH, Mario Krebs; ZDF, ARTE; Redaktion: Klaus Bassiner, Elke Müller. Mit: Senta Berger - (Eva Maria Prohacek), Rudolf Krause - (André Langner), Gerd Anthoff - (Dr. Claus Reiter), Christoph Waltz - (Thomas Sell), Jevgenij Sitochin - (Pavel Moucha), Janusz Cichocki - (Jan Lischka), Marion Mitterhammer - (Antonia), Jonathan Beck - (Sören), Dietmar Mues - (Cord Hansen), Heinz-Josef Braun - (Bangert), Silvia Seidel - (Steffi Moucha)
Die "Unter Verdacht"-Krimis sind bemerkenswert anders - "Hase und Igel" ist dafür ein Beispiel.
Es gibt mehrere Möglichkeiten, einen Krimi zu schreiben. Eine geht so: Der Kommissar verkehrt in Bogenhausener Villen und fragt sich, ob der Mörder nun der Fabrikant, seine Frau, seine Geliebte oder der Buchhalter war. Am Ende war es der uneheliche Sohn des Gärtners. Diese Form war früher, als der ZDF-Fernsehkrimi den unantastbar wirkenden "Who done it"-Plot Woche für Woche nur geringfügig variierte.
Dass es andere Möglichkeiten gibt, beweist das ZDF spätestens seit diesem Jahr: Die Serie "KDD - Kriminaldauerdienst" setzt nicht nur senderintern neue Maßstäbe. Schon seit 2002 aber ermittelt Senta Berger als Kriminalrätin Dr. Eva Maria Prohacek in der Reihe "Unter Verdacht". Wie in "KDD" sind auch in dieser Reihe schon bemerkenswert "andere" Krimis entstanden. Wer Rätsel raten will, ist hier falsch - denn die Frage nach dem Wer des Täters stellen sie nicht.
Für Rätselrater also: Wie wärs mit "Wer wird Millionär"? Für Liebhaber kluger Krimis aber: "Unter Verdacht" gucken.
In diesen Krimis ist die Welt ganz und gar nicht in Ordnung. Immer geht es um Korruption in den höchsten Kreisen der bayerischen Wirtschaft und Politik, um Amigos und Spezln. Immer ist Prohaceks Chef in der Münchner Abteilung für innere Ermittlungen, Dr. Claus Reiter (herrlich zynisch verkörpert von Gerd Anthoff), verstrickt. Immer bringt Prohacek darin Großkopferte zu Fall. Und doch ist das Ende irgendwie immer unbefriedigend.
Der Film "Hase und Igel" (Fr. 10.08.07, 20.45 Uhr, Arte) von Ed Herzog beginnt mit dem Mord an einer Fahnderin des Arbeitsamtes, die gegen die Schwarzarbeiter- und Schleuserszene ermittelt. 13 Jahre später wird der ehemalige Hauptkommissar Thomas Sell (Christoph Waltz) aus dem Gefängnis entlassen. Schnell wird klar, dass ihm die Tat damals nur in die Schuhe geschoben wurde - und der seinerzeit für die Mordkommission ermittelnde Polizeibeamte heißt: Claus Reiter. Sell war sein Hauptkonkurrent um die freie Stelle des Kommissariatsleiters. Um Sell nach seiner Entlassung von einem Akt der Selbstjustiz abzuhalten, muss sich Kriminalrätin Prohacek auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit ihm um die Überführung der wahren Täter einlassen.
Es ist eine Herausforderung, Senta Berger und Christoph Waltz dabei zu verfolgen - aber der Lohn ist Unterhaltungsfernsehen auf höchstem Niveau. Wirklich herausragend sind die Dialoge. Autor Wolfgang Stauch hat sich für eine stilisierte und präzise Kunstsprache entschieden, mit deren Hilfe die Protagonisten sarkastische Spitzen aufeinander abfeuern. Dazu kommt die Lakonie. Es ist wunderbar zu sehen, wenn Sell nach seiner Entlassung allein vor dem Gefängnis steht und sagt: "Ist wirklich rührend, dass ihr alle gekommen seid."
Andererseits macht sich Gerd Anthoff in der spannenden Inszenierung von Regisseur Ed Herzog einmal mehr unentbehrlich. Wie er den ungelenken und zugleich gerissenen Dr. Reiter gibt, ist schon Extraklasse. Trotz Maßanzug sieht dieser Mann stets wie ein Staubsaugervertreter aus, dagegen strahlt Senta Berger selbst in ihren mausgrauen Kostümen noch die Grande Dame aus.
Zu den Herausforderungen der deutschen Sender gehört es auch, dass vor allem jüngere Zuschauer immer häufiger DVD-Boxen mit US-Serien wie "Six feet under" oder "Lost" dem laufenden Fernsehprogramm vorziehen. Schade eigentlich, dass das ZDF die Reihe "Unter Verdacht" nicht auch als DVD-Sammelpaket anbietet. Ein langes Wochenende mit Eva Prohacek könnte dem einen oder anderen Zuschauer den Glauben an das Gute im öffentlich-rechtlichen Fernsehen durchaus zurückgeben."
Das Trio hat auch im sechsten Jahr seiner Fernseh-Existenz nichts von seiner Originalität eingebüßt: In ihrem neuen Fall „Hase und Igel“, der heute bei Arte Vorpremiere hat, ist ihr Zusammenspiel eine wahre Freude. Ein Schlagabtausch auf höchstem Niveau. Wie der Hase in der Fabel ist Kriminalrätin Prohacek ihrem Vorgesetzten Reiter immer einen Schritt voraus, aber am Ende ruft ihr Chef doch triumphierend: „Ich bin wieder da.“ Regisseur Ed Herzog und Autor Wolfgang Stauch haben mit dem neuen Fall einen weiteren Höhepunkt in der Reihe „Unter Verdacht“ gesetzt."
"Hier geht keine Sendeminute dafür verloren, dass sie vielleicht erst dem Betroffenen nicht glaubt, dass sie dann in irgendeinen Konflikt gerät, weil der Kollege, den sie duzt, ein ganz ein schlimmer Lump sein könnte, dass man sie daheim in ihrer Wohnung beim Kochen sieht oder dass sie schließlich ausgelaugt auf gewisse Misserfolge reagiert.
"Es muss grauenhaft sein, mit einer solchen Frau zu tun zu haben, neben der auch ein unbescholtener Mensch sich vorkommen wird wie ein bestechlicher Jammerlappen. Eine solche Äußerung aber würde sie mit einem unverbindlichen Lächeln abtun und sich Wichtigerem zuwenden. Sie verdeutlicht nämlich den Unterschied zwischen einer Rechthaberin und einer, die Recht hat. An ihrer Seite befindet sich ein auch nicht mehr blutjunger Lulatsch namens Langner (Rudolf Krause), der gesiezt wird, einstecken muss und uns als einer, der sich schnell ärgert und irrt und häufig sinnlos herumschimpft, schon eher bekannt vorkommt. Es ist eine Freude, den beiden zuzusehen."
Judith von Sternburg, Frankfurter Rundschau
"Man könnte ja fürchten, dass sich die "Unter Verdacht"-Reihe, die seit 2002 höchstes Niveau hält, doch allmählich mal totläuft. Wenn man dann beglückt feststellt, dass dem nicht so ist, möchte man wissen, wieso. Es liegt wohl an der Personen-Konstellation, die so fantastisch ergiebig ist. Und an den brillanten Hauptdarstellern, die es zu Wege bringen, ausgesprochen komplexen und widersprüchlichen Figuren Persönlichkeit zu verleihen. (…) Es gibt Szenen in diesem Film, die sind zum Jubeln.
Barbara Sichtermann, epd medien Nr. 65
"Am Ende bleibt die bittersüße Erkenntnis, dass die ganz großen Fische wohl nie zu packen sind, aber auch die Gewissheit, dass subtil schwarzer Humor, starker Krimi-Plot und herrlich echt gezeichnete Charaktere ein brillantes Ganzes abgeben."
Peter Müller, Wiesbadener Kurier
"... vermutlich beste Krimireihe im deutschen Fernsehen."
Süddeutsche Zeitung
"Regisseur Ed Herzog und Autor Wolfgang Stauch legen einen guten Film vor. (...) Umwerfend komisch, dann wieder traurig und präzise in der Darstellung des zähen Kampfes gegen die Korruption. (...) Wie immer bei „Unter Verdacht“ gelingt der Prohacek am Ende nur ein Teilerfolg. Dass der Spezlwirtschaft niemals ganz beizukommen ist, gehört schließlich zum Muster der Reihe – und der Realität."
Sächsische Zeitung
"Neues Meisterstück von Senta Berger & Co: Wieder überzeugt der neue "Unter Verdacht"-Fall als Politkrimi, der sich Intrigen und Machenschaften in Amtsstuben vornimmt. Brillant sind die Dialoge - weite Strecken des Films bestehen aus fantastisch gespielten Rededuellen. Senta Berger reicht oft das Heben einer Augenbraue, um eine Gefühlsregung zu zeigen - und der immer großartige Christoph Waltz benutzt Sprache so exakt wie ein Chirurg sein Skalpell. Überragend!"
Tagestipp TV Movie
"Derzeit das Maß der Krimi-Dinge." ![]()
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= 3 von 3 Punkten.
Tagestipp tv today
"'Unter Verdacht' etabliert sich als Deutschlands derzeit beste Krimireihe: gut geschrieben, mit viel Gespür für Atmosphäre und Dialoge inszeniert und mit Top-Darstellern, die ihre Figuren ungewöhnlichlebensecht wirken lassen. "
Tagestipp TV Spielfilm
.. Spielfilm
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07/07/07
"Guter Bruder, böser Bruder" lautet der vorläufige Titel einer Folge Soko Köln, die ab 29. Juli für Network Movie und das ZDF umgesetzt wird. Die Story in groben Zügen: Die gesamte Belegschaft der Kölner Kölsch Brauerei Frings ist vor allem an einem interessiert, und zwar daran, dass der Betrieb nicht von holländischen Heuschrecken übernommen wird, was heißt: dichtgemacht wird. Damit das nicht geschieht, muss einer der Chefs sterben. Und an der Aufklärung dieses Mordes ist ganz augenscheinlich keiner interessiert, außer natürlich das (neuformierte) Team der Soko Köln um Jophi Ries. Die Redaktion hat Wolfgang Witt, Producer sind Silke Pützer, Catrin Kauffmann und Peter Güde.
04/06/07
Die erste Episode der so genannten "Unter-Verdacht-Trilogie" (Hase & Igel, Das Geld anderer Leute, Brubecks Echo) wird am 10.8.2007 im Programm von ARTE ausgestrahlt, der ZDF-Sendetermin steht noch nicht fest. "Hase & Igel" entstand 2006 unter der Regie von Ed Herzog, der auch bei der dritten Folge, "Brubecks Echo", im September Regie führen wird.
16/03/07
Halbe Literaturverfilmung: Nach Motiven des 2000 bei Suhrkamp erschienenen Kriminalromans "Brubecks Echo" entsteht derzeit ein Script für die ZDF-Krimireihe "Unter Verdacht" , ein Projekt, das voraussichtlich bereits im Herbst dieses Jahres realisiert werden soll. (Produktion pro GmbH, Mario Krebs, Redaktion ZDF Klaus Bassiner und Elke Müller).
Was auch entsteht: Eine Komödie für den NDR/Degeto mit dem Arbeitstitel "2 Großväter & 1 Baby" (Produktion mementoFilm, Markus Gruber, Redaktion NDR/Degeto Daniela Mussgiller & Katja Kirchen) und eine Krimigeschichte für die "Soko Köln" (Produktion Network Movie, Silke Pützer, Redaktion ZDF Wolfgang Witt). Für die zweite Jahreshälfte ist die Arbeit an einer Folge "Tatort Köln" geplant (Produktion Colonia Media, Sonja Goslicki, Redaktion WDR Andrea Hanke).
03/12/06
Am 12. Dezember beginnen unter der Regie von Achim von Borries in München und Umgebung die Dreharbeiten zur 10. Folge "Unter Verdacht", der mehrfach ausgezeichneten Samstags-Primetime-Krimi-Reihe des ZDF mit den ausgezeichneten Kommissaren-Darstellern Senta Berger, Rudolf Krause und Gerd Anthoff.
Der Film erzählt von einem Mädchen, das davonläuft, von Männern, die sehr viel Geld anderer Leute auf den Putz hauen und von einem Polizisten, der unberechenbar ist.
Eine Geschichte, in der die Rollen der das Geld auf den Putz hauenden Männern von den ausgezeichneten Verbrecher-Darstellern Alexander Held ("Sophie Scholl") und dem Münchener Kabarettisten Eisi Gulp übernommen werden - und die des unberechenbaren Polizisten von 'Commissario Brunetti' Uwe Kockisch. Produzent beim "Geld anderer Leute" ist Mario Krebs, pro GmbH, die ZDF-Redaktion liegt bei Klaus Bassiner und Elke Müller, Bernd Fischer steht an der Kamera.

Gulp & Held & Kockisch
Pressemitteilung des ZDF:
Mainz (ots) - In dieser Woche haben in München die Dreharbeiten zur zehnten Folge "Unter Verdacht", der mehrfach preisgekröntenSamstagskrimireihe mit Senta Berger, begonnen. In "Das Geld anderer Leute" (AT) bekommt es das Dreamteam Prohacek-Langner-Reiter mit einem besonders brisanten Fall zu tun: Die 13-jährige Jennifer Bruhns behauptet, ihr Vater sei bei einer Verkehrskontrolle von einem Polizisten mit vorgehaltener Pistole entführt worden.
In Bruhns' Wohnung stellen Eva und ihr Assistent André Langner fest,dass die Tür aufgebrochen und die Schränke durchwühlt wurden. Die Nachbarin erzählt, dass am Tag zuvor zwei Polizisten die Wohnung durchsucht hätten. Es gibt aber keinen Hinweis auf eine Durchsuchungsanordnung. Als Eva im Briefkasten eine Rechnung über zwei Flugtickets nach Australien findet, wird klar, dass sich Bruhns mit seiner Tochter absetzen wollte, aber was hat es mit der nächtlichen Polizeikontrolle und der Durchsuchung der Wohnung auf sich?
Langner vermutet den Schlüssel zur Lösung des Falls bei der Baufirma BAUWA, Bruhns' letztem Arbeitgeber. Tatsächlich finden sie Hinweise, dass Bruhns seinen Chef und ehemaligen Kumpel erpresst haben muss. Als kurz darauf Bruhns erhängt im Wald gefunden wird und Jennifer spurlos verschwindet, weiß Eva, dass sich das Mädchen in größter Gefahr befindet. Möglicherweise glaubt Jenni, dass sie die Erpressung alleine durchziehen kann. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, denn einer der vielen Polizisten, die fieberhaft nach dem Mädchen suchen, könnte ein Informant des Geschäftsführers der BAUWA sein.
Neben Senta Berger, Gerd Anthoff und Rudolf Krause stehen diesmal unter anderen Uwe Kockisch, Alexander Held, Johanna Bittenbinder und Isabel Bongard vor der Kamera. Regie führt Achim von Borries nach einem Drehbuch von Wolfgang Stauch. Bernd Fischer ist für die Kameraführung verantwortlich. Produzent ist Mario Krebs von der ProGmbH, Köln. Die ZDF-Redaktion haben Klaus Bassiner und Elke Müller.
20/10/06
In Arbeit:
Eine weitere Folge der ZDF-Reihe Unter Verdacht handelt von Männern, die sehr viel Geld auf den Putz hauen, das ihnen im Grunde nicht gehört, und von einem Mädchen, das davonläuft. Produzent ist Mario Krebs, pro GmbH, die Redaktion liegt bei Klaus Bassiner und Elke Müller, Regie führt Achim von Borries ('Was nützt die Liebe in Gedanken'). Gedreht wird voraussichtlich ab 5. Dezember 06.
Eine Komödie handelt von älteren Herren und sehr jungen Kindern: Zwei Großväter & ein Baby geht ins Drehbuch, eine Produktion von mementoFilm Berlin (Markus Gruber), Redaktion Katja Kirchen & Daniela Mussgiller (Degeto & NDR).
Ein Treatment für eine Folge Tatort Köln ist mit Sonja Goslicki (Colonia Media) und Andrea Hanke (WDR) verabredet.
01/09/06
Am 19. September beginnen in München die Dreharbeiten zu einer 90minütigen Folge der, zurecht, mit diversen Preisen bedachten ZDF-Krimireihe "Unter Verdacht ".
(Foto: ZDF.de)
"Hase und Igel" erzählt die Geschichte des Ex-Kommissars Thomas Sell, der nach 13 Jahren aus der Haft entlassen wird und noch immer behauptet, den Mord, den man ihm damals vorwarf, nicht begangen zu haben. Auch bei den übrigen Figuren geht es um Geschichten von Schuld, von Vergangenheiten, die man abgeschüttelt zu haben glaubt, von neuen Leben, Metamorphosen und der vergeblichen Hoffnung, das, was man einmal war, nicht mehr zu sein.
Und wie immer bei "Unter Verdacht" geht es darum, wer mit wem und wo überhaupt gemauschelt worden ist, oder, um mit Langner zu sprechen: "Wenn ein Lügner einen Lügner zitiert, dass einer gelogen hätte - wem soll man da glauben? Das ist ja fast ein Dreisatz mit zwei Unbekannten!"

Wobei Mauscheln in diesem Fall fast ein Euphemismus ist - hat Claus Reiter, für seine eigene Karriere, einen falschen Mörder ins Gefängnis gehen und den richtigen laufen lassen?
Regie führt Ed Herzog, die Kamera Frank Sthamer. Produzent des Films ist Mario Krebs, pro GmbH, die Redaktion beim ZDF haben Klaus Bassiner und Elke Müller.
Die Episodenhauptrolle - neben dem gewohnt großartigen Stamm-Ensemble mit Senta Berger (als Eva Prohacek), Gerd Anthoff (Dr. Claus Reiter) und Rudolf Krause (André Langner) - übernimmt der ebenso großartige Christoph Waltz. In weiteren Rollen: Jevgenij Sitochin, Janusz Cichocki, Marion Mitterhammer, Jonathan Beck, Dietmar Mues, Silvia Seidel und Anna Clarin.
15/08/06
Sönke el Bitar hat den ersten Teil der einstündigen historischen Dokumentation mit dem Arbeitstitel "Preußisches Liebesglück" (ARTE/RBB) gedreht, die zweite Session findet Ende September statt - unter anderem in Ägypten. Produzent des Films ist der Historiker Gorch Pieken, auf dessen Recherchen auch das Drehbuch basiert.
Der ägyptische Vizekönig Mehmet Ali schenkte Prinz Albrecht von Preußen, wegen einer Mordgeschichte unfreiwillig zum zeitweiligen Weltenbummer geworden, 1840 einen nubischen Jungen, den der Prinz August Sabac el Cher nannte und mit nach Berlin brachte. Die Doku erzählt die letztlich sehr deutsche Geschichte der Familie Sabac el Cher über etliche Generation. Näheres zu der Geschichte erzählt die Berliner Morgenpost unter folgendem Link:
http://www.morgenpost.de/content/2006/06/03/beilage/832795.html
10/04/06
Im Auftrag der pro GmbH beginnt die Entwicklung einer Geschichte mit dem Arbeitstitel "Schafe im Schafspelz" - eine Folge für die preisgekrönte ZDF-Krimireihe "Unter Verdacht" mit Senta Berger. Stoff und Autor werden bei der pro von Mario Krebs und Heike Schwarzbach betreut, die Reihe im ZDF von Klaus Bassiner und Elke Müller.
21/03/06
Non-Fiction: Wolfgang Stauch erfindet das dramatische Konzept für etwas nicht Erfundenes. In diesem Fall für eine einstündige ARTE-Doku vom RBB mit dem Arbeitstitel "Preußisches Liebesglück". Grundlage dafür sind die ausführlichen Recherchen von Dr. Gorch Pieken, der gleichzeitig Produzent und zusammen mit Regisseur Sönke el Bitar federführend bei diesem Film ist.
16.-30./12/05
Der weiße Afrikaner (ARD 28.+30.12.) ist Tagestipp in TV Spielfilm, TV Movie und fast allen übrigen TV-Zeitschriften. 'Bilder und Gefühle - atemberaubend schön', schreibt TV Movie.
Die Kritiken sind gemischt, sehr wohlwollend berichtet unter anderem die FAZ in ihrer Printausgabe über den Film: "Um Hans Merensky, der in Südafrika Ende des neunzehnten Jahrhunderts als Missionarssohn geboren wurde, in Berlin aufwuchs und als Geologe ins Herkunftsland zurückkehrte, dreht sich nun ein aufwendiger,

interessant besetzter Zweiteiler. Effektvoll rankt "Der weiße Afrikaner" Fiktionen um Fakten. (...) Der Regisseur Martin Enlen baut auf das Talent des Autors Wolfgang Stauch, der die Biographie mit bewußt lückenhafter Erzählweise, pointierten Szenen und gewitzten Dialogen gewichtet."
Ihre Kritik zurücknehmen, oder zumindest zurechtrücken, musste die Berliner Zeitung: "Korrektur: Im ARD-Film "Der weiße Afrikaner" tauchen natürlich keine Tiger auf, wie am Mittwoch auf der Media-Seite behauptet, sondern Löwen. Tiger in Afrika - das gibt's nicht mal im Film."
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19/12/05
Die Schreibarbeiten für die TV-Komödie "Zwei Großväter und ein Baby" haben begonnen - oder besser: werden fortgesetzt. Auftraggeber für die NDR/Degeto-Co-Produktion ist mementoFilm Berlin, Markus Gruber. Die Redaktion beim NDR hat Daniela Mussgiller, wer die Redaktion bei der Degeto übernimmt, steht noch nicht fest.
13/12/05
Im RADIO: Samstag, 17. Dezember 2005, 15.05 Uhr
SWR2 Literatur im Land (für Rheinland-Pfalz)
"Die Grundstruktur fürs Schreiben hab ich im Dorf gelernt"
Der Roman- und Drehbuchautor Wolfgang Stauch
Von Sabine Mahr
Vom Schreiben leben - das ist selbst für renommierte Autoren schwer. Kaum möglich erscheint es talentierten und erfolgreichen Nachwuchsschriftstellern. Wolfgang Stauch, aufgewachsen in Contwig bei Zweibrücken, wurde schon während seines Germanistikstudiums mit Förderpreisen und Stipendien unterstützt. Mit Anfang zwanzig veröffentlichte er "Eine schlechte Geschichte" bei Suhrkamp. Im Jahr 2000 später folgte der Durchbruch mit dem literarischen Krimi "Brubecks Echo". "Für ein Jahr Arbeit 5000 Mark. Ein bisschen wenig zum Leben", stellte Wolfgang Stauch damals fest. So begann er eine Karriere als Hörspiel- und Drehbuchautor, schrieb Serienfolgen, aber auch eigene Fernsehspiele. Zwischen den Jahren strahlt die ARD seinen Abenteuer-Zweiteiler "Der weiße Afrikaner" aus.
Sabine Mahr stellt den 37-jährigen Schriftsteller und Drehbuchautor Wolfgang Stauch vor - und gibt ein Beispiel aus einem noch unveröffentlichten Roman, einem seiner Lieblings- und Langzeitprojekte. (Quelle: SWR.de)
13/11/05
"Der weiße Afrikaner" (Platinum) hat die Ehre, Weihnachtszweiteiler der ARD sein zu dürfen - die Ausstahlungstermine:28.+30. Dezember '05, jeweils 20.15 Uhr.
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Der weiße Afrikaner ist die Geschichte des deutschen Geologen Hans Merensky, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts vor allem durch seine Platin-Funde in Südafrika zu Berühmtheit gelangte. Die 180 Minuten Film wurden im Auftrag von WDR, SWR, Degeto und Philo Films (SA) mit ziemlich großem Aufwand von D&D Film (mementoFilm Berlin) zum Teil an Originalschauplätzen in Südafrika realisiert.
Radiovorschau:
Teil 1: http://www.mediamixbremen.de/!neu/content/2005mp3s/200556f1.mp3
Teil 2: http://www.mediamixbremen.de/!neu/content/2005mp3s/200556f2.mp3
(Quelle: Mediamixbremen.de)
