Mörderquote für ‘Du allein’

„Der 25. Fall ist mit 10,49 Millionen der erfolgreichste des SWR Tatort-Teams aus Stuttgart

Der „Tatort – Du allein“ des SWR erreichte gestern Abend (24.5.) um 20:15 Uhr im Ersten 10,49 Millionen Zuschauer und damit einen Marktanteil von 29,2 %. Auch in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen war der Film von Drehbuchautor Wolfgang Stauch und Regisseurin Friederike Jehn der meistgesehene des Tages, 2,60 Millionen sahen zu (Marktanteil 24,5 %). Der 25. Fall des Stuttgarter Teams überrundete in der Zuschauergunst auch den bisher erfolgreichsten des Teams.“ (Quelle: swr.de) 

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Tatort-Stuttgart-Premiere am 24. Mai: Du allein

Stuttgart, Hanglage, Mord No. 2

'Du allein' - eine neue Folge für das Stuttgarter Team, Premiere am 24. Mai zur gewohnten Sendezeit in der ARD. Thorsten Lannert und Sebastian Bootz haben es diesmal mit einer ganzen Reihe von Morden zu tun, verübt vom gleichen Täter, ohne Zusammenhang, zumindest auf den ersten Blick.

„Ein Mord auf offener Straße, eine anonyme Geldforderung, die Androhung weiterer Erschießungen: Wird Stuttgart von einem Heckenschützen erpresst? Die Stuttgarter Kommissare Thorsten Lannert und Sebastian Bootz werden in ihrem 25. Fall von Autor Wolfgang Stauch und Regisseurin Friederike Jehn unter hohen Druck gesetzt, denn der Täter scheint seine Opfer völlig willkürlich auszusuchen, und Eskalation ist jederzeit möglich. Und doch behalten die Kommissare die Zuversicht, hinter den anscheinend zusammenhanglosen Morden ein Muster und ein Motiv finden zu können. (...) „Du allein“ ist eine Produktion des SWR, es spielen u. a. Richy Müller und Felix Klare, Katja Bürkle, Karl Markovic, Maja Beckmann und Isabel Schosnig.“ (Quelle: SWR) 

Aus den allerersten Kritiken: 

„Die besondere Kunst von „Du allein“ (SWR) liegt darin, die Mörderin nicht als Monster darzustellen: Der Krimi bleibt zwar ein Thriller, wandelt sich aber zumindest hintergründig mehr und mehr zum Drama. Bildgestaltung und Musik sind ebenso vorzüglich wie die ausnahmslos sehr guten darstellerischen Leistungen, aber die Basis jedes herausragenden Films ist in der Regel ein außergewöhnlich gutes Drehbuch.“ (Tilmann P. Gangloff, tittelbach.tv)

„Für die Rezensentin ist ein wichtiges Indiz beim Spannungsindikator die Zeit, die vergeht, bis sie zum Handy greift und beim - neudeutsch genannten - „second screening“ landet. Hier war es in 88 Minuten ein einziges Mal, um jemandem mitzuteilen, wie herausragend dieser Krimi ist. (...) Das, was Autor Wolfgang Stauch da auf Stuttgarts Straßen gezaubert hat, ist schlichtweg großartig.“ (Kirsten Ohlwein, mittelhessen.de)

„Wenige Worte genügen: Stark – stärker – Lannert & Bootz!“ - „Was für ein Tatort, super spannend gemacht. (...) Unbedingt gucken!“ (Tatort-Fans.de) 

„Während die Polizei länger im Trüben fischt, wird dem Zuschauer die Identität des Heckenschützen früh enthüllt, auch das Motiv lässt sich bald erahnen. Der Spannung tut das keinen Abbruch. Schon allein, weil man um das Leben des Tabakhändlers Jensch bangt, der ebenfalls auf der Abschussliste steht, aber von Karl Markovics – selbst in kleiner Rolle prägnant wie immer – so liebenswert-melancholisch verkörpert wird, dass man nur das Beste für ihn hoffen kann. Bonus: der tolle Soundtrack. (tv today)

„GOLDENE KAMERA TV-Tipp, weil… Der „Tatort: Du allein“ ist ein großartiger Jubiläumsfall. Ein atemlos getaktetes, sorgfältig austariertes Versteckspiel von Drehbuchautor Wolfgang Stauch, der sich auch einen besonders raffinierten Plot hat einfallen lassen - überraschende Wendungen inbegriffen.“ (Mike Powelz, goldenekamera.de)

„(...) Aber dann hat sich der vom Drehbuchautor Wolfgang Stauch exzellent konstruierte und bis in kleinste Details stimmige Thriller längst in ein tragisches Drama entwickelt.“ (Ernst Corinth, Redaktionsnetzwerk Deutschland)

„(...) aus dem Erpressungsthriller wird eine tragische, kunstvoll erzählte Rachegeschichte. Dichte 90 Minuten (...).“ (Oliver Kinser, rtv)

 

 

 

 

 

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71 Mal Odenthal - Leonessa

Nicht viel los in Oggersheim ...

Am Sonntag, 8. März 2020, geht Lena Odenthal zur gewohnten Sendezeit um 20:15 Uhr nun schon zum 71. Mal für den SWR auf Verbrecherjagd. Wobei der Fokus im Grunde gar nicht allzu sehr darauf liegt, einen Täter zu überführen, sondern in die Parallelwelt der postpubertären Vanessa, Leon und Samir vorzudringen. Eine Welt, die Odenthal mit ihrem Grundglauben an Gut und Böse  bis zum Ende nicht verstehen kann. Würde sie es verstehen, wäre sie schneller, würde sie womöglich ihrer Kollegin, Frau Stern, etwas mehr vertrauen, könnte die Geschichte ein besseres Ende nehmen. Connie Walther hat den Film inszeniert, Redakteur war Ulrich Herrmann.

„Eine Warnung vorab: Der Fall „Leonessa“ geht an die Nieren. Vor einer trostlosen, in graue, kalte Farben getauchten Kulisse versprüht das Sozialdrama eine Hoffnungslosigkeit, die einen frösteln lässt. Oder wütend macht – so wie Lena Odenthal, die sich trotz ihrer Jahrzehnte im Dienst kein bisschen abgebrüht zeigt. Umso stärker wirken im Kontrast dazu die für ihr junges Alter viel zu abgeklärten und desillusionierten Hauptfiguren Vanessa und Leon, ganz großartig gespielt von Lena Urzendowsky und Michelangelo Fortuzzi.(...) Tragisch, drastisch, ganz und gar unversöhnlich“ (TV Today-Tipp)

„Lena Urzendowsky zeigt erneut ihre erstaunliche Bandbreite ihres schauspielerischen Talents. Und auch ihre beiden jungen Kollegen Mohamed Issa und Michelangelo Fortuzzi glänzen als desillusionierte und von der Welt enttäuschte Jugendliche. Kalte Farben, kalte Herzen und viel kalte Momente - dieser Fall bedrückt und macht tieftraurig angesichts der ausweglosen Situation der Jugendlichen. “ (Goldene Kamera, TV-Tipp)

„Sehenswert ist „Leonessa“ vor allem wegen des Titelpaars. Michelangelo Fortuzzi verkörpert den fatalistischen Leon konsequent nach dem Motto „Verschwende deine Jugend“. Noch eindrucksvoller ist Lena Urzendowsky, die dank blondiertem Bubikopf im Vergleich zu ihren ähnlich einprägsamen Auftritten in „Der große Rudolph“, zwei Usedom-Krimis und vor allem „Das weiße Kaninchen“ kaum wiederzuerkennen ist. Regisseurin Connie Walther steht ohnehin für exzellente Leistungen ihrer Darsteller.“ (Tilmann P. Gangloff, Tittelbach.tv) 

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Grimme-Preis-Nominierung

Der Stuttgarter Tatort 'Anne und der Tod' wurde Anfang des Jahres für den Grimme-Preis 2020 nominiert. Die Preisträger werden am 3. März bekannt gegeben, die Preise am 27. wie immer in Marl verliehen. 

Die zurückliegenden Folgen aus Stuttgart 'Stau' und 'Der Mann, der lügt' waren in den letzten Jahren ebenfalls nominiert worden. 

'Anne und der Tod' wurde bereits mit dem Baden-Württembergischen Filmpreis ausgezeichnet. Von der 'Deutschen Akademie für Fernsehen' erhielt Barbara Brückner den Preis für den besten Schnitt, Falk Rockstroh war als bester männlicher Nebendarsteller nominiert.  

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Weitere Kritiken: Anne und der Tod

Diese Folge wird das Jahr überdauern, so irre gut ist sie. Beide sind so gut, die Schubert und die ganze „Tatort“-Folge (dass sie schon vor der Ausstrahlung mit dem Baden-Württembergischen Filmpreis ausgezeichnet wurde, ist gaga, aber konsequent). Was diese Folge aber heraushebt aus der Masse, ist ihre Konstruktion. Und die ist dank des „Tatort“- und „Polizeiruf“-Dauerautors Wolfgang Stauch und des gemessen an seiner spärlichen Regieliste noch relativ frischen Absolventen Jens Wischnewski grandios.
Anne Haeming, taz

Was für ein Fernsehkrimi: Die Dialoge und Sequenzen stürmen ineinander hinein, schießen aneinander vorbei, sprengen das lineare Erzählen, gehen auch mal ins Leere, und in irgendeinem Augenblick merkt man, dass einen diese im Grunde leise daher kommende Geschichte um eine verdächtige Altenpflegerin, die ihren Job macht und möglicherweise auch mehr als das, dass einen dieser Krimi packt und nicht mehr loslässt. Das passiert selten genug im „Tatort“.
Markus Ehrenberg, Tagesspiegel

„Anne und der Tod“ ist ein Pflegekrimi, der gekonnt an allen Sozialreport-Stanzen vorbei erzählt ist. All dem Vegetieren wird ein vitaler Stil entgegengesetzt. Drehbuchautor Wolfgang Stauch hat sich mit Episoden des Rostocker „Polizeirufs“ und des Dortmunder „Tatorts“ als Fachmann für trockene, pointierte Dialoge bewiesen. Hier funkeln sie inmitten einer Inszenierung (Regie: Jens Wischnewski), die mit virtuos ineinander fließenden Perspektivwechseln und Rückblenden ihr Thema einkreist. Auf diese Weise rast der Krimi in seiner Erzählung voran, springt zwischen den Zeiten und widersprüchlichen Aussagen und spielt dabei gehörig mit den Emotionen der Zuschauer. Und doch führt die Handlung am Ende ins existenzielle Zentrum: zum Menschen in seiner brutalen, nackten Bedürftigkeit. (...) Es ist eines der anrührendsten „Tatort“-Finale überhaupt.
10 von 10 Punkten. Dieser „Tatort“ ist bis an die Schmerzgrenze ambivalent. Klug, vital, aufwühlend
Christian Buß, Spiegel (Kritik & 'Schnellcheck')

Dass der Stuttgarter „Tatort: Anne und der Tod“ ein großartiger Krimi geworden ist, ist nicht gerade das Verdienst der Kommissare Lannert (Richy Müller) und Bootz (Felix Klare). Im Gegenteil: Den schwäbischen Ermittlern, die eine engagierte Altenpflegerin im Verhör unermüdlich in die Enge treiben, möchte man mehr als einmal zurufen, die arme Frau doch endlich in Ruhe zu lassen. Wo bleibt das Mitgefühl für die herzliche Fachkraft, die sich als mobile Pflegerin für ihre Klienten aufreibt? Ja, es dauert lange, bis beim Zuschauer der Groschen fällt. Geschickt inszeniert Regisseur Jens Wischnewski das von Wolfgang Stauch virtuos geschriebene Verwirrspiel, das sich auf verschiedenen Zeitebenen bewegt.
Astrid Kistner, Münchner Merkur

Anrührend, fesselnd und ganz nah dran: Der neue „Tatort“ aus Stuttgart ragt heraus aus der Masse der Sonntagabendkrimis. „Anne und der Tod“ (Sonntag, 20.15 Uhr, ARD; Buch: Wolfgang Stauch, Regie: Jens Wischnewski) erzählt in sehr leisen Tönen die Geschichte einer langsamen Annäherung an die Wahrheit. Dass das so fesselnd und anrührend ist, wie es dem oft eher dahindümpelnden Sonntagabendformat selten gelingt, ist dem grandiosen Spiel von Schubert zu verdanken. Ihre Anne ist stolz und verletzlich, offen und undurchschaubar, Opfer und Täterin zugleich. Eine Frau, der man alles zutraut, und von der man doch nur das Beste glauben will. Ein „Tatort“, der nachhallt.
Katharina Frohne, Weser-Kurier

Der Pflegenotstand hat nun schon zu einigen hochnotpeinlichen und wahnsinnig gut gemeinten Fernsehfilmen geführt. Lannert und Bootz stolpern in „Anne und der Tod“ durch keine einzige der Bettpfannen des Klischees. Was sie vor allem dem Drehbuch von Wolfgang Stauch zu verdanken haben. Was wiederum eine kleine Bedienungsanleitung nötig macht. Nehmen Sie sich nichts vor, tun Sie, denken Sie nichts anderes während „Anne und der Tod“. Das ist ein sorgsam konstruiertes Uhrwerk sorgsam ineinandergeschachtelter Erzählwerke, Geschichte, Sub- und Seitenerzählungen, die ineinandergreifen, sich überlappen, ergänzen, am Ende erklären. Der zweite Grund, weswegen man sich nichts vornehmen sollte, hat einen Namen: Katharina Marie Schubert. Diese milde Kratzbürstigkeit, dieser zerbrochene Stolz, diese verbohrte Bockigkeit, dieses große verstörte Herz, das sie in Gesten, minimales mimisches Changieren legt, in kleinste Farbwechsel der Stimme - gebt ihr den Grimme-Preis für die nächsten zwei Jahre.
Elmar Krekeler, die Welt

Ein interessanter Fall, ein wichtiges Thema und eine exzellente Katharina Marie Schubert als Altenpflegerin Anne. Klare Empfehlung: absolut sehenswert!
Philip Münscher, hr1

In Stuttgart geht gerade einiges. Oder anders gesagt: Wenn besagter VfB so aufspielen würde wie die letzten Tatort-Folgen von hier, dann müsste er nicht nächste Woche in der Relegation ran, sondern würde in der kommenden Saison in der Champions League antreten.
Matthias Dell, Die Zeit

Wir sehen einen „Tatort“, der sich ganz auf den Fall kon- zentriert. Er ist reizvoll als Kriminalstück, überzeugend als Zustandsbeschreibung des Pflegenotstandsgebiets. Viel besser geht nicht.
Matthias Hannemann, FAZ

Fernsehkrimi- Autor Wolfgang Stauch hat hier brillant das Zerreissen unserer Gesellschaft und den Verlust jeglicher Solidarität zwischen Arm und Reich, Alt und Jung, Mann und Frau thematisiert – in ganz unterschiedlichen Konfliktkonstellationen rund um die hilflose, ehrlich bemühte, immerzu untergebutterte Anne.
Alexandra Kedves, Basler Zeitung

Ein gutes Verhör ist spannender als jede Verfolgungsjagd - Beweis erbracht! (Bewertung: 5 von 5 'Blaulichtern')
Tom, MDR Jump

Auf Stuttgart ist Verlass. Auch „Anne und der Tod“ ist wieder ein ganz starker „Tatort“ aus Stuttgart. (...) Ein wirklich außergewöhnliches Krimidrama.
Ernst Corinth/RND

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Mord und Totschlag

Claudia Michelsen als Doreen Brasch

Während zwei Tatorte (Ludwigshafen und Stuttgart) noch nicht ausgestrahlt sind, arbeitet Wolfgang Stauch bereits an weiterem Mord und Totschlag für den Sonntagabend der ARD: An einem neuen Kölner Tatort, Jan Kruse produziert für die Bavaria und den WDR (Redaktion Götz Bolten), Torsten C. Fischer inszeniert. An einem dritten Magdeburger Polizeiruf (Produktion Iris Kiefer, filmpool, Redaktion Johanna Kraus, mdr), an einem Tatort Mainz, Redakteur ist Ulrich Herrmann für den SWR, Produzent Marc Müller-Kaldenberg für Ziegler Baden-Baden. 

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Leonessa in Ludwigshafen

Der von Wolfgang Stauch geschriebene und von Connie Walther inszenierte Ludwigshafener Tatort „Leonessa“ feierte beim Festival des deutschen Films in Ludwigshafen Premiere. Eine wunderbare Atmosphäre auf der Insel, ein voller Kinosaal, eine volle Bühne mit sehr vielen am Film Beteiligten, ein gutes Publikumsgespräch und eine tolle Resonanz: Ein schöner Abend. 

 

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Anne und der Tod - Tatort-Stuttgart-TV-Premiere

Drehbuchauszug

Der vierte und letzte von Wolfgang Stauch geschriebene Sonntagabendkrimi in dieser Saison hat nun seine Premiere im Fernsehen: Anne und der Tod. Ein Fall mit ausnahmsweise mehr Ermittlern als Verdächtigen. Eine einzige lange Befragung der jungen Anne Werner, die für einen mobilen Pflegedienst arbeitet - und, womöglich oder auch nicht, zwei ältere Patienten umgebracht hat. Eine Dramaturgie, die sich an keine Chronologie hält und, hoffentlich, dennoch nicht (allzu sehr) verwirrt, sondern ein stimmiges Ganzes, ein Bild, ergibt. Ein junger Regisseur, Jens Wischnewski (hier im Interview), tolle Darsteller. Neben dem Stammensemble (Richy Müller, Felix Klare, Carolina Vera, Jürgen Hartmann) Katharina Marie Schubert in der Titelrolle, dazu Felix Eitner, Harry Täschner, Falk Rockstroh, Lina Wendel, Rüdiger Kuhlbrodt, Julischka Eichel, Marie Anne Fliegel, Julia Lenska, u.a.. Redaktion und Produktion Brigitte Dithard und Franziska Specht (SWR), hinter der Kamera Stefan Sommer, am Schnitt Barbara Brückner. 

'Anne und der Tod' gewann auf der 24. Filmschau Baden-Württemberg als bester Spielfilm den Hauptpreis und wurde mit dem Baden-Württembergischen Filmpreis ausgezeichnet. 

 

 

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