TV-Premiere am 11. Januar: Tatort Köln - Die Schöpfung

Bär, Behrendt, Blendl. Hauptkommissare und Oberspielleiterin. © WDR / Thomas Kost

So, jetzt ist es endlich wieder so weit, Tatort-Zeit nach längerer Sendepause. Wobei zwei Tatorte, nach meinen Drehbüchern, schon seit einer Weile abgedreht sind – und nun tatsächlich im Wochentakt TV-Premiere feiern. Los geht es an diesem Sonntag zur üblichen Sendezeit mit der „Schöpfung“ aus Köln und den Kollegen Ballauf und Schenk. Vierter Kölner Tatort im Team mit Torsten C. Fischer (Regie), Jan Kruse (Produzent Bavaria) und Götz Bolten (Redaktion WDR). Der 5. ist bereits im Dreh.
Es geht in die Oper. In die echte. Die in Köln schon seit über einem Jahrzehnt saniert wird – während die Aufführungen in eher provisorischer Interimsspielstätte stattfinden. Gedreht wurde bei laufendem Betrieb, Riesenherausforderung. Und Riesendank: An die Verantwortlichen der Kölner Oper, die uns schon vor und während der Bucharbeit mehrmals ermöglicht hatten, Blicke hinter die Kulissen zu werfen und mit vielen Menschen zu sprechen, die im Opernhaus arbeiten, aber nicht auf der Bühne stehen. Oder im Orchestergraben sitzen.
Neben den Herren und Damen, Bär, Behrendt, Riebeling und Fürst sind natürlich auch wieder weitere tolle Schauspieler:innen am Start – u.a. Katja Bürkle, Hannah Schiller, Mareile Blendl, Stephan Grossmann oder Judith Engel. Und ja, Kamera nicht zu vergessen – Christoph Krauss. Tolle Bilder! Und Kostüm- und Szenenbild nicht zu vergessen: Tanja Liebermann und Michaele Schumann. Und Musik: Daniel Hoffknecht, der u.a. mit mir zusammen die Metal-Oper „Das Schwein grunzt, als die Königin erschossen wird“ gebastelt hat.

Aus den bis am heutigen Freitag erschienenen, wohlwollenden Besprechungen (schlechte gibt es, wie zumeist, auch, aber die müsst ihr selbst suchen):

Dieser »Tatort« ist robust sarkastisch im Angang und emotional überschäumend im Abgang. Das Drehbuch stammt von Wolfgang Stauch, Regie führte Torsten C. Fischer. Das Duo verantwortete bereits einige besonders raffinierte Fälle mit Schenk und Ballauf,
Bei aller Lust am bösen Witz nehmen Stauch und Fischer auch diesmal ihren musikalischen Stoff ernst.  (8 von 10 Punkten.)
Christian Buß, Spiegel.de

Buch (Wolfgang Stauch) und Regie (Torsten C. Fischer) umarmen die Opernwelt mit Lust und Liebe. Da ist es kein Wunder, dass die heimliche Hauptdarstellerin in diesem „Tatort“ die Kölner Oper ist. Ein riesiger Organismus, von dem man als Opernbesucher sonst nur einen Bruchteil zu sehen bekommt. Es scheint ein sorgfältig inszenierter Rachefeldzug zu sein, den es verfolgt, theatralisch und grausam wie eine Oper von Verdi – der „Tatort“ aber ist zum Glück „nur“ ein unterhaltsames Drama um Liebe, Tod und Eifersucht. Man muss kein Opernfan sein, um diese „Schöpfung“ zu genießen.
Iris Aanyali, Web.de

Getragen wird der Film von einem herausragend zusammengesetzten Ensemble, aber auch von einem Drehbuch von literarischer Qualität, ohne dass die Dialoge ins Künstliche abdriften würden. Ins Künstlerische schon – wir sind ja an der Oper.
Frank Heine, Blickpunkt Film

Schauplatz des amüsant-gruseligen Geschehens ist mit hohem Lokalkolorit die Oper Köln. (…) Während die Oper als „Kraftwerk der Gefühle“ (Alexander Kluge) auf übertempererierte Effekte schwört, wird in diesem psychologisch eindringlichen Tatort dank der soliden Regie von Torsten C. Fischer mit leichter Hand durch die Kriminalstory, geführt, mit witzigen Dialogen und feiner Ironie: „Ein Opernsänger ist ein Mensch, der singt, statt zu bluten, wenn man ihm einen Dolch ins Herz stößt“, sagt Schenk, der die Oper liebt.
Irene Bazinger, F.A.Z.

Applaus, Applaus: Der neue „Tatort“ aus Köln ist große Oper. Ballauf und Schenk ermitteln in einer Mordserie innerhalb des Kölner Musiktheaters. Spannend, leidenschaftlich und sehr komisch.
Sarah Ritschel, Augsburger Allgemeine

Spaß scheint Autor Stauch, der selbst kein Opernkenner ist, vor allem beim Schreiben der Dialoge gehabt zu haben. Er schnitzte Sätze zurecht, die offenbar keine typischen Krimidialoge sein mochten, sondern eher einer poetischen Sprache der Oper nahestehen und viel Sinn für Humor und Punchlines aufweisen.
Eric Leimann, teleschau

Lohnt sich das Einschalten? Definitiv.
Saskia Hotek, Chemnitzer Morgenpost

Ein reizvoller Fernsehkrimi ist „Die Schöpfung“ mit dem entspannten Kölner Ermittlerteam Ballauf und Schenk nämlich unbedingt.
Ambros Waibel, taz

Die Oper ist ein Irrenhaus – und mittendrin spielt der „Tatort Köln“. Dass das Opernhaus beim Drehen noch Baustelle ist, kommt dem kurzweiligen Plot zusätzlich entgegen.
Stefan Benz, Darmstädter Echo

Regisseur Torsten C. Fischer (Drehbuch: Wolfgang Stauch) hat einen bildgewaltigen Film inszeniert, dem die kraftvolle Musik eine zusätzliche Dramatik verleiht.
Salzburger Nachrichten

Aber das hat schon großen Unterhaltungswert. Wie sagt die toughe Elektrikerin des Hauses (Katja Bürkle) so schön: „Oper halt. Liebe, Drama, Tod.“ Das haben auch Drehbuchautor Wolfgang Stauch und Regisseur Torsten C. Fischer verinnerlicht.
Peter Zander, Berliner Morgenpost

Vorhang auf für das Fernduell der ältesten „Tatort“-Teams: 16 Tage, nachdem die Münchner Kommissare einen Mord am Theater aufgeklärt haben, ermitteln die Kollegen aus Köln an der dortigen Oper. Sie haben es sogar mit einem Doppelmord zu tun – nicht nur deshalb liegen die Rheinländer im hochkulturellen Wettstreit knapp vorn.
Roland Holzapfel, Passauer Neue Presse

Auf starke Kölner ist auch im neuen Jahr Verlass. (…) Ob Katja Bürkle als hemdsärmelige Hausmeisterin, Judith Engel als unterkühlt überkandidelte Mutter eines Verdächtigen oder Stephan Grossmann in der Rolle des seltsam entrückten Intendanten – sie alle sorgen dafür, dass bei Ballaufs und Schenks seltenem Ausflug in die Oper nahezu jeder Ton getroffen wird.
Marek Bang, Kino.de

Das Wesen der Oper und ihrer Akteure oder zumindest die Vorstellung, die man davon hat, wird klug in den Krimi-Plot eingebaut.
Rainer Tittelbach, tittelbach.tv

In raffinierter Weise kombiniert dieser Sonntagskrimi die fokussierte Film- mit der opulenten Opernästhetik und wagt dabei einen lehrreichen wie unterhaltsamen Blick hinter die Kulissen des großen Bühnenbetriebs, hinein in jene Gewerke, die das Publikum normalerweise nicht zu sehen bekommt. Das alles wird dank des großartigen Ensembles authentisch und überzeugend umgesetzt
Tatort-Fans.de

Drehbuchautor Wolfgang Stauch hat sich dafür eine Story ausgedacht, die manchmal etwas arg zwischen Krimi und Klamauk pendelt. Insbesondere am Nebenhandlungsstrang rund um den Möchtegern-Metal-Rocker „Willi Manilli“ und dessen Rockoper mit dem Schwein, in der es auch noch um einen Wal namens Halla geht, hat Stauch offensichtlich einen Riesenspaß beim Schreiben gehabt.
Immerhin – die Umsetzung der teils sehr schrägen Story ist Regisseur Torsten C. Fischer mit pointiertem Witz und mitreißenden Einstellungen aus der Unterwelt des Opernhauses gelungen. Auch das Ensemble sprüht vor erkennbarer Spielfreude.
Frank Jürgens, Neue Osnabrücker Zeitung

Schlussendlich bleibt ein dichter, atmosphärischer Köln-„Tatort“, der nachwirkt - nicht wegen der Lautstärke, sondern wegen seines Schauplatzes und der Stimmung dahinter.
Stern.de

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